25 March 2026, 02:28

Neue DKFZ-Studie enthüllt: So verbreitet sich das Epstein-Barr-Virus im Körper

Plakat mit Text und Logo, das "Sichere, aktualisierte Impfungen für alle drei wichtigsten Atemwegserkrankungen im Herbst und Winter verfügbar sind".

Neue DKFZ-Studie enthüllt: So verbreitet sich das Epstein-Barr-Virus im Körper

Eine neue Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat aufgeklärt, wie sich das Epstein-Barr-Virus (EBV) im Körper ausbreitet. Forscher identifizierten dabei spezifische Gewebe, in denen sich infizierte Zellen ansammeln – mögliche Ansatzpunkte für künftige Therapien. Die Erkenntnisse könnten helfen, EBV-bedingte Krebserkrankungen sowie Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose (MS) zu verhindern.

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EBV ist weit verbreitet: Über 95 Prozent der über 50-jährigen Erwachsenen in Deutschland tragen den Erreger in sich. Zwar verlaufen die meisten Infektionen symptomlos, doch in einigen Fällen kann das Virus Krebsarten wie das Burkitt-Lymphom oder Magenkrebs auslösen. Zudem spielt es eine Rolle bei Autoimmunerkrankungen, darunter MS.

Die DKFZ-Studie zeigt, dass EBV-infizierte B-Zellen – zentrale Immunzellen – in die Rachen- und Nasenmandeln (Waldeyer-Rachenring) sowie in die Peyer-Plaques im Darm wandern. Zwei virale Proteine, EBNA2 und LMP1, setzen diese Bewegung in Gang. Die Zellen folgen dabei chemischen Signalen (CCL27/CCL28) in den Schleimhäuten und nutzen Adhäsionsmoleküle wie das α4β7-Integrin, um in den Darm zu gelangen.

Als größte biomedizinische Forschungseinrichtung Deutschlands beschäftigt das DKFZ über 3.000 Mitarbeiter und betreibt bundesweit Translationszentren, die dabei helfen, Laborerkenntnisse in klinische Behandlungen zu überführen. Die aktuellen Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Blockade der infizierten B-Zellen deren Ausbreitung stoppen und das Krankheitsrisiko verringern könnte.

EBV-infizierte B-Zellen verhalten sich wie "Heimkehrerzellen": Sie können durch den Körper wandern und sich in bestimmten Geweben ansiedeln. Dieser Migrationsprozess ist nun besser verstanden – ein wichtiger Schritt für gezielte Therapieansätze.

Die Studie lokalisiert, wie EBV-infizierte Zellen sich über Mandeln und Darm im Körper verteilen. Durch eine Unterbrechung dieser Wanderung hoffen die Forscher, das Risiko für EBV-assoziierte Krebserkrankungen und Autoimmunstörungen zu senken. Die Arbeit des DKFZ bringt potenzielle Behandlungen damit einen Schritt näher an die klinische Anwendung.

Quelle