Nigel Farage als Premierminister? SNL UK treibt Satire auf die Spitze
Paulina JüttnerNigel Farage als Premierminister? SNL UK treibt Satire auf die Spitze
Die neueste Folge von Saturday Night Live U.K. begann mit einer politischen Satire, die im Jahr 1946 spielte. Der Sketch präsentierte ein fiktives Szenario, in dem Nigel Farage – dargestellt von Peter Serafinowicz – zum britischen Premierminister wird. Der sogenannte Cold Open glänzte mit scharfem Humor und überzeichneten Anspielungen auf aktuelle Politiker.
Die Szene spielte sich in der offiziellen Residenz des britischen Regierungschefs in London ab. Farages Stellvertreterin wurde von der realen Vorsitzenden der Konservativen Partei, Kemi Badenoch, verkörpert – eine überraschende Wendung in der historischen Parodie.
Im Sketch bereitete sich Serafinowicz’ Farage darauf vor, gemeinsam mit Badenoch an einer „Straight Pride Parade“ teilzunehmen. Der Dialog nahm aktuelle politische Debatten auf die Schippe: Badenoch erwähnte beiläufig, die Bevölkerung Londons sei aufgrund von Massenabschiebungen geschrumpft. Farage setzte noch einen drauf, indem er Sir David Attenborough zum 120. Geburtstag gratulierte – eine absurde Übertreibung.
Der Cold Open nahm eine weitere Wendung, als George Fouracres und Celeste Dring als Keir Starmer und Angela Rayner auftraten. Ihre kurze Zeitreise-Szene verstärkte den surrealen Charakter des Sketches. Das Trio beendete den Abschnitt mit dem markanten Schlusssatz der Show: „Live aus London – es ist Saturday Night!“
Die Satire erschien zu einem Zeitpunkt, an dem Farages Partei Reform UK bei Kommunalwahlen in ganz Großbritannien deutliche Zugewinne verzeichnete. Zwar trieb der Sketch die politische Realität auf die Spitze, doch spiegelte er gleichzeitig die aktuellen öffentlichen Diskussionen über Migration, Führung und nationale Identität wider.
Der Eröffnungs-Sketch der Folge verband historische Fiktion mit moderner politischer Kommentierung. Serafinowicz’ Darstellung Farages als Premierminister spielte mit aktuellen Ereignissen, darunter die jüngsten Wahlerfolge von Reform UK. Der Beitrag endete mit dem klassischen Markenzeichen der Show und hinterließ beim Publikum eine Mischung aus Humor und beißender Satire.






