NRW-Städte fordern Milliardenhilfen: Kommunalhaushalte am Abgrund
Franziska MentzelNRW-Städte fordern Milliardenhilfen: Kommunalhaushalte am Abgrund
Kommunalpolitiker in Nordrhein-Westfalen fordern dringend finanzielle Unterstützung, da die Haushalte der Städte unter dem wachsenden Druck zusammenbrechen. Gemeinden und Kreise stehen vor einem gemeinsamen Defizit in einer solchen Höhe, dass Vertreter nun einen höheren Anteil an den Landesmitteln einfordern. Der Appell erfolgt vor dem Hintergrund von Warnungen, dass die aktuellen Zuweisungen nicht mehr ausreichen, um grundlegende Dienstleistungen zu finanzieren.
Die kommunalen Verantwortlichen schlagen vor, den Länderfinanzausgleichssatz von seinem derzeitigen Niveau auf 28 Prozent anzuheben. Diese Anpassung würde zusätzliche 3,6 Milliarden Euro aus der Landeskasse in die kommunalen Haushalte umlenken. Das Geld stammte aus einem höheren Anteil am Mehrwertsteueraufkommen – ein Schritt, den die Führungskräfte als notwendig erachten, um die Finanzen zu stabilisieren.
Gleichzeitig beantragen die Städte 30 Milliarden Euro jährliche Notfallhilfen von der Bundesregierung. Die Vertreter beschreiben die kommunalen Haushalte als im freien Fall befindlich, unfähig, die steigenden Kosten zu decken. Die Belastung entsteht durch wachsende Aufgaben bei gleichzeitig stagnierenden Zuweisungen, was die Räte daran hindert, den Grundbetrieb aufrechtzuerhalten.
Das Land Nordrhein-Westfalen verzeichnet jedoch seit Jahren konsequent Haushaltsüberschüsse. Diese finanzielle Stärke veranlasst die Kommunalpolitiker darauf zu bestehen, dass ein höherer Ausgleichssatz sowohl gerecht als auch machbar sei. Sie argumentieren, dass die vorgeschlagenen 28 Prozent dem kumulierten Defizit aller Städte und Kreise entsprechen.
Sollten die Forderungen genehmigt werden, würden Milliarden in die klammen Kommunalhaushalte fließen. Die zusätzlichen Mittel würden die akuten Haushaltskrisen lindern und helfen, nicht gedeckte Aufgaben zu finanzieren. Bisher hat die Landesregierung auf die Forderungen noch nicht reagiert.






