P-Konto: Warum der Pfändungsschutz oft an Banken und Bürokratie scheitert
Franziska MentzelP-Konto: Warum der Pfändungsschutz oft an Banken und Bürokratie scheitert
Geschützte Girokonten – P-Konten – sollen einen grundlegenden Freibetrag für lebensnotwendige Ausgaben sichern. Doch die Diakonie Fürth warnt im Rahmen der Schuldnerberatungs-Aktionswoche vor praktischen Problemen, mit denen Nutzer trotz der gesetzlichen Absicherung konfrontiert sind.
Ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) garantiert, dass monatlich mindestens 1.560 Euro für den Grundbedarf unangetastet bleiben. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dieser Betrag sogar erhöht werden. Dennoch kommt es vor, dass Kartenzahlungen oder Bargeldabhebungen am Automaten gesperrt werden – selbst bei ausreichender Deckung –, wenn das Konto mit Schulden belastet ist.
Grundsätzlich kann jeder sein bestehendes Girokonto in ein P-Konto umwandeln, selbst bei einem genehmigten Dispo. Gemeinschaftskonten lassen sich jedoch nicht auf diese Weise schützen. Eine frühzeitige Beratung hilft, die besten Schritte zu planen.
Laut der Schuldnerberatung der Diakonie Fürth halten sich Banken nicht immer an die Vorgaben. Zu den rechtswidrigen Praktiken zählen etwa einseitige Vertragsänderungen, überhöhte Gebühren oder unberechtigte Sperrungen von Girokarten. Die Berater warnen zudem davor, dass die Verwendung geschützter Gelder für Schuldenrückzahlungen an anderer Stelle neue finanzielle Engpässe schaffen kann.
Die Diakonie bietet kostenlose und anonymisierte Unterstützung für Betroffene, die mit Pfändungen oder Problemen beim P-Konto kämpfen. Sie rät Kontoinhabern, ihre Daueraufträge zu prüfen, um sicherzustellen, dass lebenswichtige Ausgaben weiterhin gedeckt sind.
Ziel des P-Konto-Systems ist es, besonders schutzbedürftige Kontoinhaber vor dem Verlust Zugang zu existenziellen Mitteln zu bewahren. Die Erfahrungen der Diakonie Fürth zeigen jedoch: Aufklärung und korrekte Umsetzung sind entscheidend, um unnötige Härten zu vermeiden. Ihr Beratungsangebot steht Betroffenen weiterhin zur Seite, um sie durch den Prozess zu begleiten.






