Paris feiert Versace: Eine Retrospektive ohne das berühmteste Kleid der Modegeschichte
Franziska MentzelParis feiert Versace: Eine Retrospektive ohne das berühmteste Kleid der Modegeschichte
Große Gianni-Versace-Retrospektive eröffnet diese Woche in Paris
Im Musée Maillol in Paris wird in dieser Woche eine umfassende Gianni-Versace-Retrospektive eröffnet – die erste Modeschau, die das Haus überhaupt ausrichtet. Kuratiert von Karl von der Ahé und Saskia Lubnow verspricht die Ausstellung seltene Einblicke in das Schaffen des Designers, doch ein berühmtes Stück wird fehlen.
Die Schau ist vom Freitag, dem 3. Juli, bis zum 6. September 2023 zu sehen. Die Besucher erwarten fast 450 Exponate, von Schmuck und Wohnaccessoires bis hin zu seltenen Videointerviews. Ein Höhepunkt ist die Rekonstruktion von Versaces Mailänder Atelier sowie bisher unveröffentlichte Fotografien.
Fast 100 Outfits sind auf Mannequins arrangiert, als befänden sie sich auf einem Laufsteg. Im Raum „Rock und Royalty“ werden Entwürfe präsentiert, die unter anderem Lady Di, Elton John und Madonna trugen. Doch das ikonische „Sicherheitsnadel-Kleid“, das durch Elizabeth Hurley weltberühmt wurde, ist nicht dabei. Stattdessen zeigt ein Bildschirm den französischen Wikipedia-Eintrag des fehlenden Kleidungsstücks.
Die Retrospektive entstand unabhängig – ohne Verbindung zur Firma Gianni Versace Srl oder zur Familie Versace.
Mit seiner ersten Modeausstellung widmet sich das Musée Maillol dem Erbe Versaces: Kleidung, Accessoires und Archivmaterialien werden für einen begrenzten Sommerzeitraum gezeigt. Doch das Fehlen des berühmten Kleides hinterlässt eine bemerkenswerte Lücke in der Sammlung.






