04 April 2026, 22:29

Pforzheimer protestieren gegen drohende Schließung ihrer Schwimmbäder

Großer Swimmingpool umgeben von hohen Gebäuden in einer städtischen Umgebung, mit wenigen Menschen in der Nähe, einem Banner auf der linken Seite, Bäumen im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel.

Pforzheimer protestieren gegen drohende Schließung ihrer Schwimmbäder

Rund 350 Menschen gingen am Samstag in Pforzheim auf die Straße, um gegen die Schließung örtlicher Schwimmbäder zu protestieren. Die von der Initiative Pro Bäder organisierte Kundgebung begann um 15 Uhr in der Nähe des Emma-Jaeger-Bads. Unter den Teilnehmenden befanden sich die Stadträte Christof Weisenbacher, Michael Schwarz und Bernd Zilly, die sich den Forderungen anschlossen, alle bestehenden Badeanlagen zu erhalten.

Der Demonstrationszug startete am Emma-Jaeger-Bad und führte über die Bahnhofstraße, den Bahnhofsplatz, den Schlossberg und die Östliche bis zum Marktplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Dort warfen Redner der Stadtverwaltung vor, die Finanzierungspläne für die Bäder bewusst zu untergraben, was schließlich zu einem Veto der Regierungspräsidien geführt habe.

Im Mittelpunkt des Protests stand die Ablehnung eines geplanten Ersatzbads auf dem Wartberg. Die Demonstranten argumentierten, dass dieses Vorhaben im Widerspruch zu den Aussagen von Oberbürgermeister Peter Boch über Familienfreundlichkeit stehe. Die Schließung bestehender Bäder zugunsten einer einzigen neuen Anlage würde die Erreichbarkeit für die Bürgerinnen und Bürger verschlechtern, so die Kritik.

Der öffentliche Widerstand zeigt bereits Wirkung: Nach einer Stadtratsabstimmung im Oktober 2023 wurde das Wartberg-Projekt aufgrund von Umweltbedenken und massivem Protest vorerst gestoppt. Bis April 2026 gab es keine Ankündigung für eine Wiederaufnahme, sodass die Zukunft der Pforzheimer Bäder weiter ungewiss bleibt. Aktuell wird über alternative Standorte diskutiert, doch eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

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Die Demonstration unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen der Stadt und den Bürgerinnen und Bürgern in der Frage der Schwimmbadversorgung. Da das Wartberg-Projekt auf Eis liegt und es keinen klaren Ersatzplan gibt, bleibt das Schicksal der Pforzheimer Bäder ungelöst. Der Protest macht deutlich, wie groß der Wunsch in der Bevölkerung ist, alle bestehenden Standorte offen zu halten.

Quelle