Piers Morgan warnt vor Deepfake-KI: "Selbst meine Mutter erkennt Fälschungen nicht"
Alida ZänkerPiers Morgan warnt vor Deepfake-KI: "Selbst meine Mutter erkennt Fälschungen nicht"
Gefälschte KI-Videos von Piers Morgan verbreiten sich im Netz und schüren Sorgen über Deepfake-Technologie. Der Moderator hat sich zu dem Thema geäußert und kritisiert zugleich die SXSW London dafür, einen gesperrten Redner nicht verteidigt zu haben. Die Veranstalter des Festivals betonen unterdessen, sie setzten weiterhin auf offenen Dialog und vielfältige Stimmen.
Auf Social Media tauchten KI-generierte Clips auf, die angeblich Piers Morgan in seiner Sendung Uncensored zeigen. Selbst seine Mutter konnte nicht zwischen echten Aufnahmen und den Fälschungen unterscheiden. Auch seine Freundin, die Sängerin Katherine Jenkins, gab zu, dass sie mittlerweile die Authentizität von Videos auf Plattformen wie TikTok hinterfragt.
Morgan behauptet zwar, er diskutiere immer noch besser als eine KI – doch die Technologie beunruhigt ihn. Seine Kritik an der SXSW London kam auf, nachdem das Festival die britische Entscheidung nicht infrage stellte, den YouTube-Kommentator Cenk Uygur die Einreise zu verwehren. Uygur und sein Neffe Hasan Piker sollten eigentlich auf der Veranstaltung sprechen, wurden jedoch vom Innenministerium mit einem Einreiseverbot belegt.
Die SXSW London machte deutlich, dass Einreiseentscheidungen allein bei der Regierung lägen und nicht in der Verantwortung des Festivals. Die Organisatoren betonten, ihre Aufgabe sei es, eine breite Palette an Rednern und Künstlern eine Plattform zu bieten. Gleichzeitig bestätigten sie, Morgans Recht auf freie Meinungsäußerung zu unterstützen – einschließlich seiner Kritik an der Veranstaltung selbst.
Die Verbreitung von KI-erzeugten Clips verunsichert selbst prominente Persönlichkeiten wie Morgan und Jenkins darin, was sie online noch glauben können. Die SXSW London führt weiterhin Debatten durch, überlässt Einreisefragen aber dem Innenministerium. Das Festival bleibt bei seiner Haltung, den Diskurs zu fördern – unabhängig von einzelnen Kontroversen.






