08 June 2026, 06:21

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit dem Finanzinvestor AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Sparte Power Systems für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert einen weiteren Schritt in der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens hin zur militärischen Produktion. Konzernchef Armin Papperger bezeichnete die Transaktion als „wichtigen Meilenstein in der Geschichte von Rheinmetall“.

Die Sparte, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro erwirtschaftete, wird seit Ende 2025 als „aufgegebener Geschäftsbereich“ geführt. Der Verkauf folgt auf die früheren Veräußerungen der Groß- und Kleinkolbenaktivitäten von Rheinmetall in den Jahren 2023 und 2024. Noch ausstehende kartellrechtliche Genehmigungen müssen erteilt werden; der Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.

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Laut Vereinbarung wird das spanische Werk in Abadiano für eine Übergangsphase als hybrider Standort weitergeführt, bevor es vollständig auf militärische Produktion umgestellt wird. AEQUITA behält die etablierten Markennamen Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice. Der Käufer plant zudem, alle 6.250 Mitarbeiter der übernommenen Bereiche zu übernehmen.

Nicht alle Vermögenswerte wechseln jedoch den Besitzer: Rheinmetall hält an Dermalog SensorTec fest und gliedert das Unternehmen in seine Sparte Weapon and Ammunition ein. Drei deutsche Standorte des Gemeinschaftsunternehmens KS Huayu AluTech sind ebenfalls nicht Teil des Verkaufs und bleiben in der bestehenden Kooperation mit Rheinmetall.

Der Deal unterstreicht Rheinmetalls Fokus auf Verteidigung und militärische Ausrüstung. AEQUITA übernimmt eine Sparte, die weiterhin unter bekannten Markennamen agiert und ihre Belegschaft behält. Die finale Abwicklung des Geschäfts hängt noch von den behördlichen Freigaben ab – als Zieltermin ist das späte Jahr 2026 vorgesehen.

Quelle