Schlägerei am Bahnhof Plochingen wegen Maulkorbpflicht für Pitbull
Paulina JüttnerSchlägerei am Bahnhof Plochingen wegen Maulkorbpflicht für Pitbull
Gewalttätige Auseinandersetzung am Bahnhof Plochingen nach Streit um Maulkorbpflicht für Hunde
Am Freitagabend kam es am Bahnhof Plochingen zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung, nachdem ein Zugbegleiter einen Fahrgast auf die Maulkorbpflicht für Hunde hingewiesen hatte. Der Mann, der mit einem Pitbull unterwegs war, soll den Bahnmitarbeiter daraufhin angegriffen und sich anschließend vom Tatort entfernt haben. Die Bundespolizei ermittelt mittlerweile wegen des Verdachts der Körperverletzung.
Der Vorfall begann, als der Zugbegleiter den Hundebesitzer am Bahnhof Plochingen im Landkreis Esslingen ansprach. Nach dem Hinweis, dass sein Pitbull gemäß den Regeln der Deutschen Bahn einen Maulkorb tragen müsse, sei der Mann laut Zeugenaussagen aggressiv geworden. Er habe den Mitarbeiter beschimpft, ihn bedroht und ihm schließlich mit der Faust auf die Hand geschlagen.
Der Verdächtige verließ daraufhin mit seinem Hund den Bahnhof. Augenzeugen beschreiben ihn als etwa 1,90 Meter groß, kräftig gebaut, mit kurzen Haaren und einem vollen Bart. Die Bundespolizei fahndet nun nach dem Mann in Zusammenhang mit dem Angriff.
Die Deutsche Bahn hat in den vergangenen Jahren wiederholt Probleme mit nicht angeleinten oder unmaulkorbten Hunden in Zügen gehabt. Im Mai 2024 startete das Unternehmen eine Kampagne, um die bestehenden Regeln strenger durchzusetzen – darunter deutlichere Hinweise in Bahnhöfen und Zügen. Neue Vorschriften wurden zwar nicht eingeführt, doch die Behörden forderten den Bahnkonzern auf, die Kommunikation und Einhaltung der geltenden Bestimmungen zu verbessern. Diese sehen vor, dass Hunde mit einer Schulterhöhe von mehr als 40 Zentimetern einen Maulkorb tragen müssen.
Der Zugbegleiter erlitt bei dem Angriff leichte Verletzungen. Die Deutsche Bahn betonte erneut, dass Mitarbeiter das Recht hätten, Verkehrsregeln durchzusetzen, ohne Gewalt fürchten zu müssen. Die Polizei ermittelt weiter und bittet mögliche Zeugen, sich zu melden.






