Schulen setzen auf Hybridmodell: Eltern und Kommunen finanzieren Tablets gemeinsam
Alida ZänkerSchulen setzen auf Hybridmodell: Eltern und Kommunen finanzieren Tablets gemeinsam
Digitale Ausstattung deutscher Schulen scheitert an wachsenden Hürden
Die Digitalisierung der Schulen in Deutschland steht vor immer größeren Herausforderungen, da Haushaltsverzögerungen und Finanzierungslücken den Fortschritt bremsen. Viele Schulträger setzen inzwischen auf ein gemischtes Finanzierungsmodell, das elterliche Zuschüsse mit kommunalen Fördermitteln kombiniert. Dieser Ansatz gewinnt an Fahrt: Seit Ende 2022 haben bereits über 70 Schulen das Modell übernommen, um stabile Budgets zu sichern und den Verwaltungsaufwand zu verringern.
Ein zentraler Schwerpunkt moderner Lehrkonzepte ist die 1:1-Ausstattung mit digitalen Endgeräten – also die Bereitstellung eines persönlichen Tablets für jeden Schüler. Schulen berichten, dass der individuelle Zugang zu Technik maßgeschneiderte Unterrichtsmethoden ermöglicht und digitale Werkzeuge besser in den Schulalltag integriert.
In den vergangenen fünf Jahren ist die Akzeptanz solcher Finanzierungsmodelle unter Eltern deutlich gestiegen. Rund 80 Prozent der seit 2020 mit Tablets ausgestatteten Klassenräume werden mittlerweile durch elterliche Eigenbeteiligung mitfinanziert. Die Geräte – etwa iPads, die im Bildungsbereich zu etwa 400 Euro angeboten werden – erhalten oft kommunale Zuschüsse von durchschnittlich 100 Euro pro Tablet. Diese geteilte Kostenübernahme entlastet die Haushalte der Kommunen und stellt sicher, dass die Schüler die notwendige Ausstattung erhalten.
Die ACS Group, ein führender Anbieter für Schuldigitalisierung, hat dieses Hybridmodell bereits an über 800 Schulen eingeführt und damit rund 3.100 iPad-Klassen unterstützt. Moritz Zeman, Geschäftsführer bei der ACS Group GmbH, begleitet Projekte in 3.000 Bildungseinrichtungen bundesweit. Das Unternehmen verbindet elterliche Zahlungen mit der Unterstützung der Schulträger – für mehr Planungssicherheit und weniger Bürokratie.
Um Abläufe weiter zu optimieren, empfehlen Experten die Auslagerung des Gerätemanagements an externe Mobile-Device-Management-Systeme (MDM). Dieser Service kostet etwa 30 Euro pro Gerät und Jahr, entlastet das Schulpersonal und garantiert reibungslosen technischen Support.
Bisher haben über 20 Schulträger das kombinierte Finanzierungsmodell übernommen – ein Beleg für seine Wirksamkeit bei der Beschleunigung der Digitalisierung. Durch die Aufteilung der Kosten zwischen Eltern und Kommunen gewinnen Schulen stabile Budgets und weniger bürokratische Hürden. Gleichzeitig ermöglicht die Auslagerung des Gerätemanagements eine Konzentration auf den Unterricht statt auf technische Wartung.






