Stadttheater-Sanierung: Neue Verzögerung und 45,6 Millionen Euro Kostenexplosion
Franziska MentzelStadttheater-Sanierung: Neue Verzögerung und 45,6 Millionen Euro Kostenexplosion
Sanierung des Stadttheaters: Weitere Verzögerungen und steigende Kosten
Andreas Lukas, Leiter der Stadtentwicklung, bestätigte, dass das Sanierungsprojekt des Stadttheaters erneut hinter dem Zeitplan liegt und das Budget überschreitet. Die Wiedereröffnung wurde bereits mehrfach verschoben – aktuell ist Januar 2027 als neuer Termin vorgesehen.
Ursprünglich sollte das Theater im April 2022 wiedereröffnet werden, doch der Termin wurde zunächst auf den Beginn der Spielzeit 2026/27 verlegt. Seither sind die Kosten auf 45,6 Millionen Euro gestiegen – ein Anstieg um weitere 5,5 Millionen seit Oktober, als bereits eine Überschreitung von knapp 3,1 Millionen Euro gemeldet worden war. Lukas räumte sowohl die Verzögerung als auch die zusätzlichen Mehrkosten ein.
Im Jahr 2023 schrieb die Stadtverwaltung eine Stelle für eine leitende Beraterin aus. Acht Bewerber:innen bewarben sich, die Wahl fiel auf Kim Theisen. Sie verfügt über einen Bachelor in öffentlicher Verwaltung und arbeitet derzeit als Sachbearbeiterin für Bodenschutzrecht bei der Norddeutschen Struktur- und Genehmigungsbehörde.
Theisen war zudem am Auswahlverfahren für Lukas’ Position beteiligt: Sie half bei der Erstellung der Stellenausschreibung und wirkte an der internen Personalentscheidung mit. Als Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Stadtrat unterhält sie enge Kontakte zu Lukas, der ebenfalls der Partei angehört. Diese Verbindung nährt trotz ihrer Qualifikation weiterhin den Verdacht auf Vetternwirtschaft.
Lukas übernahm 2023 die Leitung der Stadtentwicklung im Rahmen einer Vereinbarung zwischen CDU, SPD und Grünen. Theisens Erfahrung in den wichtigsten Finanz- und Prüfungsausschüssen des Stadtrats könnte ihr in der neuen Rolle zugutekommen.
Die Sanierung des Theaters kostet mittlerweile 45,6 Millionen Euro, die Wiedereröffnung ist frühestens für Januar 2027 geplant. Kim Theisen hat ihre Position als leitende Beraterin angetreten und bringt administrative sowie finanzielle Expertise mit. Die Stadtverwaltung arbeitet weiterhin an der Bewältigung der Verzögerungen und Kostenüberschreitungen des Projekts.






