Stuttgart 21: Bahnknoten verzögert sich bis mindestens 2029 – und dann?
Käte KitzmannStuttgart 21: Bahnknoten verzögert sich bis mindestens 2029 – und dann?
Stuttgarts lang ersehnter Bahnknoten Stuttgart 21 steht vor weiteren Verzögerungen. Das Milliardenprojekt wird frühestens 2029 in Betrieb gehen, mit einer vollständigen Funktionsfähigkeit nun nicht vor 2030. Die Deutsche Bahn hat Zeit bis Mitte 2026, um ein neues Betriebskonzept für das problembehaftete Vorhaben zu erarbeiten.
Ursprünglich sollte der Knoten am 11. Dezember 2022 eröffnet werden, doch dieser Termin verstrich ohne Fertigstellung. Aktuelle Schätzungen deuten darauf hin, dass der Bahnhof ab 2025 teilweise den Betrieb aufnehmen könnte – feste Termine für einzelne Abschnitte wie Gleise, Bahnsteige oder das Dach stehen jedoch weiterhin aus. Zwar gab es Fortschritte bei Betonarbeiten und Testläufen, doch ein klarer, stufenweiser Zeitplan fehlt nach wie vor.
Die Deutsche Bahn muss nun bis Mitte 2026 ein überarbeitetes Betriebskonzept vorlegen. Dies folgt auf wiederholte Rückschläge und massive Kostenüberschreitungen. Ohne detaillierte Planung bleibt ungewiss, wann das gesamte System funktionsfähig sein wird.
Bisher haben die Verantwortlichen keine konkreten Kriterien für die Inbetriebnahme der einzelnen Bereiche des Knotens bekannt gegeben. Die mangelnde Transparenz lässt Fahrgäste und lokale Politiker gleichermaßen an der Zukunft des Projekts zweifeln.
Der Bahnknoten Stuttgart 21 ist noch Jahre von der Vollinbetriebnahme entfernt. Da für seine Komponenten keine verbindlichen Eröffnungstermine feststehen, hängt die Fertigstellung nun vom anstehenden Plan der Deutschen Bahn ab. Selbst dann ist ein Betriebsstart vor Ende des Jahrzehnts unwahrscheinlich.






