Tankrabatt-Studie: Wer profitierte wirklich von den Spritpreissenkungen?
Alida ZänkerTankrabatt-Studie: Wer profitierte wirklich von den Spritpreissenkungen?
Eine aktuelle Studie der Monopolkommission zeigt Unterschiede auf, wie Kraftstoffrabatte an Autofahrer weitergegeben wurden. Die Ergebnisse belegen eine leicht höhere Weitergabe bei Diesel und eine etwas geringere bei Benzin im Vergleich zu früheren Schätzungen des ifo-Instituts. Dies fällt in eine Phase, in der die Spritpreise in den kommenden Wochen weiteren Schwankungen unterliegen dürften.
Das ifo-Institut hatte die Wirkung des Rabatts zuvor durch einen Vergleich der deutschen Kraftstoffpreise mit denen in Frankreich bewertet. Seine Schlussfolgerungen standen jedoch im Widerspruch zu Aussagen des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV), der eine andere Weitergabequote behauptete. Die Monopolkommission führt die Abweichungen auf unterschiedliche Berechnungsmethoden zurück.
Bei Premiumkraftstoffen waren die Ersparnisse deutlich: Super E5 verbilligte sich um 17 Cent pro Liter, Super E10 um 16 Cent – fast im vollen Umfang der Steuerermäßigung. Der Rabatt auf Premiumbenzin wurde somit vollständig an die Verbraucher weitergegeben. Bei Diesel verblieb ein Teil der Ersparnis bei den Mineralölkonzernen, sodass Autofahrer hier weniger profitierten.
Der Tankrabatt läuft Anfang Juli aus, was voraussichtlich zu einem erneuten Preisanstieg führen wird. Sollten die USA und der Iran eine Einigung erzielen, könnten die Preise danach wieder stabiler werden. Die Abschaffung des Rabatts hat bereits Kosten in Höhe von 1,6 Milliarden Euro verursacht.
Die Studie unterstreicht die Inkonsistenzen bei der Weitergabe der Rabatte je nach Kraftstoffart. Besitzer von Benzinfahrzeugen erhielten fast den vollen Vorteil, während Dieselfahrer nur teilweise entlastet wurden. Mit dem Ende der Rabattphase ist nun wieder mit steigenden Preisen zu rechnen.
