22 March 2026, 04:30

Thüringens Freilichtmuseen kämpfen mit Spritpreisen – doch die Saison startet mit Highlights

Schwarzes und weißes Foto eines belebten Berliner Marktes mit Menschen, Gemüsekarren und Gebäuden mit Schildern im Hintergrund.

Trägt der Spritpreis zur Drosselung der Besuche von Freilichtmuseen bei? - Thüringens Freilichtmuseen kämpfen mit Spritpreisen – doch die Saison startet mit Highlights

Steigende Spritpreise in Thüringen sorgen Freilichtmuseen Sorgen – doch die Saison startet mit neuen Attraktionen

Die stark gestiegenen Kraftstoffkosten in Deutschland bereiten Thüringens Freilichtmuseen Kopfzerbrechen, während sie sich auf die Wiedereröffnung zur Saison vorbereiten. Seit Ende Februar sind die Benzinpreise deutlich angestiegen, was einige Einrichtungen befürchten lässt, weniger Besucher zu verzeichnen. Dennoch setzen die Museen in der gesamten Region trotz der finanziellen Belastungen auf neue Attraktionen und Veranstaltungen für das Jahr 2026.

Allein zwischen dem 23. Februar und dem 9. März stiegen die Spritpreise in Deutschland um etwa 25 Cent pro Liter – ein Anstieg, der den EU-Durchschnitt von 11 bis 13 Cent deutlich übertrifft. Auslöser für den Preisschub sind die eskalierten Spannungen im Iran-Konflikt 2023, die die Kosten weit über das Niveau vor der Krise getrieben haben. Hohe Steuern, darunter eine Energiesteuer von 65,45 Cent sowie die CO₂-Bepreisung, verschärfen die Situation zusätzlich. Damit kehrt sich der allmähliche Rückgang der Jahre 2023 bis 2025 um, als Diesel im Schnitt noch rund 170 Cent pro Liter kostete.

Besonders betroffen sind Thüringens Freilichtmuseen, von denen viele auf Besucher angewiesen sind, die mit dem Auto anreisen. Das größte Museum der Region in Hohenfelden ist aufgrund seiner abgelegenen Lage besonders gefährdet. Als Gegenmaßnahme prüfen die Veranstalter nun einen Wochenend-Busshuttle ab Erfurt.

Trotz dieser Herausforderungen bereiten sich die Museen auf die Wiedereröffnung und Modernisierungen vor. Die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt empfangen ab dem 1. April Gäste und präsentieren ein restauriertes Eingangstor sowie eine neue Hochleistungs-Kaffeemaschine. Das Freilichtmuseum Hohenfelden öffnet bereits am 28. März seine Hauptflächen, während das neue Besucherzentrum voraussichtlich Ende Mai fertiggestellt wird.

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Auch das Veranstaltungsprogramm läuft wieder auf Hochtouren: In Rudolstadt finden das Burgenland-Weinfest, Open-Air-Kinoabende, Sommertheater und die Rudolstädter Sommerkonzerte statt. Die Funkenburg in Westgreußen öffnet zu Ostern mit einer Eiersuche und einem Café, obwohl die Einrichtung zuletzt mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Für später im Jahr sind eine Nachstellung der Völkerwanderungszeit sowie das Funkenburg-Festival geplant. Das Kloster Veßra hat unterdessen seine Ausstellungen und Stallungen aufgefrischt und bietet mit dem Museumsfest und den Klosterklang-Konzerten weitere Highlights.

Doch nicht nur die Museen erleben einen Aufschwung – auch Thüringens kulturelle Szene insgesamt belebt sich wieder. Der Handwerkertag, der Schäfertag und der Thüringer Käsemarkt kehren 2026 zurück und geben Besuchern zusätzliche Gründe, die Region zu erkunden.

Thüringens Museen balancieren zwischen steigenden Kosten und frischen Angeboten. Zwar könnten die hohen Spritpreise manche Reisende abschrecken, doch neue Verkehrsangebote und ein prall gefüllter Veranstaltungskalender sollen die Besucherzahlen stabil halten. Den Auftakt macht das Osterfest, gefolgt von Monaten voller Konzerte, Märkte und historischer Darbietungen.

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