Thüringens Karneval trotzt Eis und Schnee mit 30.000 Jecken auf den Straßen
Paulina JüttnerWichtiges in Thüringen am Faschingswochenende - Thüringens Karneval trotzt Eis und Schnee mit 30.000 Jecken auf den Straßen
Thüringens Karnevalssaison läuft auf Hochtouren – trotz Kälte und Schnee auf den Straßen
Mit über 30.000 Feiernden in der gesamten Region ist die fünfte Jahreszeit in Thüringen in vollem Gange. Allein an diesem Wochenende werden rund 100 Umzüge Städte wie Erfurt, Arnstadt und Weimar in festliches Treiben tauchen – doch eisige Temperaturen und möglicher Schneefall könnten die Stimmung auf den Straßen dämpfen. Die Behörden warnen vor Gefahren wie K.-o.-Tropfen, glatten Straßen und Sperrungen.
Der Erfurt Umzug kehrt nach der Absage im vergangenen Jahr wegen Sicherheitsbedenken zurück auf die Straßen. Rund 2.000 Kostümierte werden durch die Stadt ziehen, ein Zeichen des Aufbruchs nach den Anschlägen auf Karnevalsveranstaltungen in Magdeburg und München. Vereine haben die Kontrollen verschärft, doch genaue Besucherzahlen der Vorjahre bleiben unklar.
Der 490. Wasunger Straßenkarneval bricht alle Langlebigkeitsrekorde, während kleinere Städte wie Apolda und Suhl mit eigenen bunten Festen aufwarten. Da Abendveranstaltungen oft Eintritt verlangen – für Kostüme und Lizenzen – wird den Jecken zudem geraten, sich warm anzuziehen. Thermounterwäsche unter den Verkleidungen ist bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt Pflicht.
Die Polizei mahnt zur Vorsicht: Alkohol am Steuer und Taschendiebe sind allgegenwärtige Risiken. Viele Umzugsrouten werden für den Verkehr gesperrt, Autofahrer sollten auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen. Über 330 Vereine in Thüringen sorgen für ein dichtes Programm mit Musik, Wagen und Straßenaufführungen.
Das Wochenende wird sowohl den Festgeist der Region als auch ihre Wintertauglichkeit auf die Probe stellen. Absperrungen, Sicherheitskontrollen und Warnungen sollen für einen reibungslosen Ablauf auf den Straßen sorgen. Wer sich trotzdem in die Kälte wagt, darf sich auf farbenfrohe Umzüge freuen – trotz Regen- oder Schneerisiko auf den Straßen.
Sicherheitskosten verdoppeln sich nach 2024-Anschlägen - Erfurt-Umzug kehrt sicher zurück
Steigende Sicherheitskosten haben einige deutsche Städte zum Abbruch von Umzügen gezwungen. In Kempten wurde der Faschingsumzug entirely nach Kosten von 50.000 Euro - doppelt so hoch wie im letzten Jahr - abgesagt. 'Organisatorisch und finanziell nicht machbar', sagten Behörden. Betonbarrieren, Fahrzeugkontrollpunkte und zusätzliches Personal sind jetzt Standard nach Anschlägen in Volkmarsen und Magdeburg. Der in diesem Jahr wiederbelebte Erfurt-Umzug nach der Absage im letzten Jahr enthält nun diese MaÃnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit.