05 June 2026, 10:16

Verlassene DDR-Insel für 60.000 Euro versteigert – doch Nutzen bleibt verboten

Eins, Zwei, Drei - Insel verkauft!

Verlassene DDR-Insel für 60.000 Euro versteigert – doch Nutzen bleibt verboten

Eine verfallene künstliche Insel vor der deutschen Ostseeküste ist für 60.000 Euro versteigert worden. Ostervilm, einst ein geheimes Militärgelände, liegt heute als verlassene Ruine in der Lagune des Greifswalder Boddens. Der neue Eigentümer sieht sich jedoch mit rechtlichen Hürden konfrontiert, bevor er Pläne umsetzen kann.

Die Insel wurde von der Volksmarine der DDR auf 600 Holzpfählen errichtet. Ihre Konstruktion besteht aus einem Betonrahmen, der mit Eisenplatten und Holzverkleidungen ummantelt ist. Nach dem Fall der DDR begann die Insel zu verfallen.

Das Objekt wurde mit einem Mindestgebot von 39.000 Euro angeboten, ging schließlich aber für 60.000 Euro an den neuen Besitzer. Gelegen in der Nähe von Vilm, einem geschützten Naturschutzgebiet, ist die Insel von der Südküste Rügens aus sichtbar. Trotz des Verkaufs darf der Käufer das Gelände weder legal nutzen noch bebauen.

Die Behörden stufen Ostervilm als „Außenbereich“ ohne Bebauungsplan ein. Ohne diese Einstufung können keine Baugenehmigungen erteilt werden. Fehlende gesicherte Zufahrtswege und grundlegende Infrastruktur erschweren zudem jede mögliche Nutzung.

Die Zukunft der Insel bleibt ungewiss. Rechtliche Beschränkungen verbieten sowohl eine Besiedlung als auch Baumaßnahmen, sodass dem neuen Eigentümer nur begrenzte Optionen bleiben. Vorerst bleibt Ostervilm ein verfallenes Relikt des Kalten Krieges in der Ostsee.

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