07 May 2026, 04:30

VW Osnabrück vor radikaler Wende: Porsche-Produktion endet, Rüstungsindustrie rückt näher

Innenraum eines Volkswagen e-Golf mit linksseitigem Lenkrad und zentralem Apple CarPlay-Display.

VW Osnabrück vor radikaler Wende: Porsche-Produktion endet, Rüstungsindustrie rückt näher

VW-Werk Osnabrück steht vor tiefgreifenden Veränderungen: Porsche-Produktion endet 2025, T-Roc Cabrio läuft Mitte 2027 aus

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Das Volkswagen-Werk in Osnabrück steht vor einschneidenden Umbrüchen: Die Fertigung der Porsche-Modelle wird 2025 eingestellt, und die Produktion des T-Roc Cabrio endet spätestens Mitte 2027. Nun wird eine Umwidmung des Standorts für die Rüstungsindustrie geprüft – als möglicher Partner gilt der Defense-Konzern Rheinmetall. Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von Volkswagen, zeigt sich offen für Militäraufträge, lehnt Werksschließungen jedoch entschieden ab.

Die Automobilbranche durchlebe eine schwierige Phase, so Cavallo. Geopolitische Spannungen und Handelskonflikte belasteten Volkswagen und die gesamte Industrie. Trotz dieser Herausforderungen wehrt sie sich gegen neue Sparmaßnahmen, die die Belegschaft treffen könnten.

Ein 2024 geschlossener Kostensenkungsvertrag sieht vor, bis 2030 in Deutschland 35.000 Stellen abzubauen – allerdings ohne Werksstilllegungen oder betriebsbedingte Kündigungen. Cavallo betont, sie werde keine Standortschließungen akzeptieren, auch nicht in Osnabrück.

Volkswagen ist über die Tochter MAN bereits im Rüstungssektor aktiv: Das Unternehmen produziert seit Jahren Militär-Lkw in Kooperation mit Rheinmetall. Cavallo argumentiert, Deutschland und Europa müssten ihre Verteidigungssouveränität stärken – eine Position, die zur Debatte um die mögliche Umnutzung des Osnabrücker Werks für Rüstungsgüter passt.

Die Zukunft des Standorts hängt nun von potenziellen Militäraufträgen ab, wobei Rheinmetall als wahrscheinlicher Partner gilt. Die bestehende Zusammenarbeit zwischen VW und dem Rüstungskonzern über MAN deutet auf einen machbaren Übergang hin. Wie sich die Pläne konkretisieren, wird maßgeblich vom Widerstand des Betriebsrats gegen Stellenstreichungen und Werksschließungen abhängen.

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