07 May 2026, 16:43

Weiße Störche in Hessen: Nester auf Strommasten gefährden Bahnverkehr und Infrastruktur

Zwei Weißstörche auf einem Nest auf einem Strommast sitzend, mit einer Straßenlaterne, die die Szene beleuchtet und Drähte, die entlang des Mastes verlaufen.

Weiße Störche in Hessen: Nester auf Strommasten gefährden Bahnverkehr und Infrastruktur

Weiße Störche nisten immer häufiger auf Strommasten und Bahninfrastruktur in Hessen – mit schweren Folgen

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Die wachsende Zahl an Weißstörchen in Hessen führt zunehmend zu Problemen: Die Vögel bauen ihre Nester vermehrt auf Strommasten und Bahnanlagen, was nicht nur für die Tiere selbst gefährlich wird, sondern auch zu Zugausfällen und Millionenschäden führt. Nun ergreifen Behörden Maßnahmen, um das Problem zu lösen – ohne die geschützte Storchenpopulation zu gefährden.

In den vergangenen Jahren hat sich der Bestand der Weißstörche in Hessen deutlich erholt. Doch mit dem Zuwachs steigt auch die Zahl der Nester auf Strommasten, besonders in den Landkreisen Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig. Die bis zu mehrere hundert Kilogramm schweren Konstruktionen belasten die Masten, erhöhen die Brandgefahr und gefährden die Stabilität der Anlagen.

Auch auf Bahnstrecken richten die Störche Schäden an: Sie beschädigen Oberleitungen und Isolatoren, was zu teuren Reparaturen und Verspätungen im Zugverkehr führt. Die Deutsche Bahn arbeitet daher eng mit Naturschutzbehörden zusammen, um Lösungen zu finden, die sowohl die Sicherheit des Bahnbetriebs als auch den Artenschutz gewährleisten.

Eine bewährte Methode sind windbetriebene Abschreckungsvorrichtungen an den Masten. Diese halten die Störche davon ab, an gefährlichen Orten zu nisten. Werden bereits bestehende Nester entdeckt, werden sie vorsichtig entfernt, und ballonartige Abschreckungshilfen verhindern, dass die Vögel zurückkehren.

Langfristig soll den Störchen das Nestbauen an künstlichen Strukturen abgewöhnt werden. Stattdessen sollen sie wieder natürliche Standorte wie hohe Bäume nutzen. So lässt sich sowohl die Sicherheit der Tiere als auch die Funktionsfähigkeit der kritischen Infrastruktur gewährleisten.

Die Maßnahmen kombinieren technische Lösungen mit einer engen Zusammenarbeit zwischen Bahnbetreibern und Naturschützern. Durch die gezielte Abschreckung an gefährlichen Nestplätzen sollen Störungen minimiert und gleichzeitig die wachsende Storchenpopulation in der Region geschützt werden. Im Mittelpunkt steht dabei, die Betriebssicherheit zu wahren – ohne den Artenschutz aus den Augen zu verlieren.

Quelle