WM-Fieber in Halle 4: Kollegen wetten um Döner, Reifen und göttlichen Beistand
Alida ZänkerWM-Fieber in Halle 4: Kollegen wetten um Döner, Reifen und göttlichen Beistand
Halle 4 ist während der FIFA-Weltmeisterschaft zum lebhaften Wettzentrum geworden. Kollegen wetten bei jedem Spiel – die Einsätze reichen von Essen bis zu Autoteilen. Die Begeisterung treibt manche sogar dazu, göttlichen Beistand für bessere Chancen zu suchen.
Insgesamt 37 Kollegen setzten auf das Spiel Kroatien gegen Ghana, jeder mit einem anderen Einsatz. Manche boten einen Döner, andere einen vollen Tank Sprit oder sogar vier Sommerreifen. Die Vielfalt spiegelt die Hochstimmung und Kreativität der Wetter wider.
Die Versuche, den Spielausgang zu beeinflussen, gehen über reine Taktik hinaus. Ein Kollege bezahlte Hatice 15 Euro, damit sie für den Sieg Deutschlands gegen Curaçao betet. Sie verlangte fünf Euro für jede halbe Stunde Gebet. Deutschland gewann mit 7:1 – doch nicht alle Gebete zeigen Wirkung. Franck Ribérys Bemühungen während der Spiele Frankreichs blieben erfolglos.
Das Wettfieber hält alle bei der Arbeit. Niemand nimmt frei, denn bei jedem WM-Spiel werden mehr als drei Dutzend Wetten abgeschlossen. Der Trend zeigt keine Anzeichen von Nachlassen.
Die Weltmeisterschaft hat Halle 4 in ein lebendiges Zentrum für Wetten und unkonventionelle Strategien verwandelt. Trotz Gebete und großer Hoffnungen bleiben die Ergebnisse unberechenbar. Die religiösesten Nationen haben den Pokal noch nicht gehoben.
