ZEW-Index steigt erstmals seit Monaten – deutsche Wirtschaft zeigt Erholungszeichen
Käte KitzmannZEW-Index steigt erstmals seit Monaten – deutsche Wirtschaft zeigt Erholungszeichen
Die jüngste ZEW-Umfrage für Deutschland zeigt eine positive Wende in der Wirtschaftslage. Im Juni 2026 stieg der Index wieder in den positiven Bereich und signalisiert damit verbesserte Erwartungen unter Expertinnen und Experten. Die Veränderung spiegelt eine breitere Optimismuswelle wider, die mehrere Branchen und wirtschaftliche Indikatoren erfasst.
Die Wirtschaftsaussichten für Deutschland kletterten im Juni 2026 auf 10,5 Punkte. Diese Verbesserung geht mit Zuwächsen in Schlüsselbranchen einher. Die chemische und pharmazeutische Industrie verzeichnete einen Anstieg ihrer Bilanz um 16 Punkte. Der Maschinenbau folgte mit einem Plus von 9,2 Punkten, während die Automobilbranche den stärksten Zuwachs verbuchte – mit einem Sprung um 21,9 Punkte.
Nicht alle Sektoren entwickelten sich jedoch so günstig. Im Baugewerbe brach die Stimmungslage um 15,2 Punkte ein und landete bei -12 Punkten. Gleichzeitig blieb die Einschätzung der aktuellen Lage im Euroraum negativ und verschlechterte sich auf -43,4 Punkte.
Auch die Erwartungen an den privaten Konsum in Deutschland hellten sich auf und stiegen um 11,7 Punkte. Für den Euroraum kletterten die Prognosen auf 9,5 Punkte. Fachleute wiesen zudem auf das mögliche Ende des Iran-Konflikts hin, das den Druck auf die Energiepreise und die Inflation verringern könnte.
Die Rückkehr des ZEW-Index in den positiven Bereich markiert einen Wendepunkt für die deutsche Wirtschaftslage. Zwar zeigen mehrere Branchen deutliche Erholungstendenzen, doch bleiben Herausforderungen im Bausektor und bei der aktuellen Situation im Euroraum bestehen. Die Entspannung geopolitischer Spannungen könnte der wirtschaftlichen Stabilität zusätzlichen Auftrieb verleihen.






