27 April 2026, 14:35

80 Prozent der Deutschen halten Vermögensverteilung für ungerecht – und fordern Steuerreformen

Plakat mit dem Text "Die Reichen sollen ihren fairen Anteil bezahlen" vor einem Hintergrund von Gebäuden und Wolken.

80 Prozent der Deutschen halten Vermögensverteilung für ungerecht – und fordern Steuerreformen

Eine neue Umfrage zeigt eine starke öffentliche Unterstützung für die Besteuerung von Vermögen und großen Erbschaften in Deutschland. Die Ergebnisse offenbaren zudem eine weit verbreitete Unzufriedenheit mit der aktuellen Vermögensverteilung im Land.

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Acht von zehn Deutschen halten die Vermögensverteilung in Deutschland für ungerecht. Nur 15 Prozent empfinden sie als fair. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung in den östlichen Bundesländern: In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Berlin-Brandenburg bezeichnen 90 Prozent der Befragten das System als ungerecht.

Die Umfrage belegt zudem eine breite Zustimmung zu Steuerreformen. Insgesamt 64 Prozent der Deutschen befürworten die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, während 29 Prozent dagegen sind. Ähnlich verhält es sich bei der Erbschaftssteuer: 61 Prozent sprechen sich für höhere Abgaben auf große Erbschaften aus, 32 Prozent lehnen dies ab.

Die Unterstützung für diese Maßnahmen erstreckt sich über die politischen Lager hinweg. Selbst unter Anhängern der unionsnahen Parteien befürworten 62 Prozent die Vermögenssteuer und 64 Prozent höhere Erbschaftssteuern. Bei AfD-Sympathisanten hingegen lehnen 62 Prozent eine Erhöhung der Erbschaftssteuer ab – ein deutlicher Graben in den Meinungen.

Kritik an der Vermögensungleichheit beschränkt sich nicht auf eine politische Gruppe. Mehrheiten der Wähler aller im Bundestag vertretenen Parteien sind sich einig, dass die aktuelle Vermögensverteilung ungerecht ist.

Die Ergebnisse deuten auf einen klaren öffentlichen Auftrag für Steuerreformen hin, die Vermögen und Erbschaften stärker belasten. Angesichts der weit verbreiteten Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Gerechtigkeit könnten die Erkenntnisse künftige politische Debatten über Besteuerung und soziale Ungleichheit prägen.

Quelle