Aminata Belli kämpft mit #SagNichtNichts gegen Mobbing an deutschen Schulen
Käte KitzmannDer Moderator geht gegen Mobbing vor - Aminata Belli kämpft mit #SagNichtNichts gegen Mobbing an deutschen Schulen
Eine neue Kampagne geht gegen Mobbing und Ausgrenzung an deutschen Schulen vor
Die Moderatorin Aminata Belli, 33, leitet gemeinsam mit der Organisation Aktion Mensch die Initiative #SagNichtNichts, die sich gegen Mobbing und soziale Ausgrenzung an Schulen einsetzt. Bis März 2026 hat das Projekt bereits über 1.200 Schulen erreicht – mit Fokus auf psychische Gesundheit, Leistungsdruck und Sensibilisierung für Mobbing.
Belli selbst war in Norddeutschland an verschiedenen Schulen unterwegs, um mit Schüler:innen über Mobbing, Stress und seelisches Wohlbefinden zu sprechen. Sie ist überzeugt: Offene Gespräche helfen jungen Menschen, sich besser zu verstehen und Empathie aufzubauen. Ihre eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismus, die sie auf Instagram teilt, ermutigen andere, sich ebenfalls zu äußern.
Die Kampagne macht auf eine besorgniserregende Realität aufmerksam: Fast die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland ist von Mobbing betroffen, doch etwa 80 % schweigen aus Angst, Scham oder Resignation. Belli betont, dass Mobbing ganze Lebensphasen prägen kann – und dass niemand es ertragen sollte. Gleichzeitig fordert sie Medien und soziale Plattformen auf, Hassrede zu entlarven, statt sie zu normalisieren.
Um selbst psychisch stabil zu bleiben, setzt Belli auf einen Ausgleich zwischen Aktivismus und Selbstfürsorge – durch Gemeinschaft, Sport und Auszeiten. Ihr Ziel: Mobbing enttabuisieren und Betroffenen die nötige Unterstützung zukommen lassen.
Die #SagNichtNichts-Initiative wächst weiter: Mittlerweile gibt es Workshops an über 1.200 Schulen in Deutschland. Bellis Engagement soll junge Menschen darin bestärken, ihre Probleme offen anzusprechen. Die Kampagne kämpft für mehr Sichtbarkeit der Mobbing-Folgen und bessere Hilfsangebote für Betroffene.