15 May 2026, 18:37

Angela Rogan: Vom Taxidepot in Belfast zurück an die Pokertische der Welt

Plakat mit der Aufschrift "The Irish Poker Club" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit einer bunten Kleeblatt-Illustration.

Angela Rogan: Vom Taxidepot in Belfast zurück an die Pokertische der Welt

Angela Rogan griff erstmals mit elf Jahren in einem Taxidepot in Belfast zu einem Kartenspiel. Jahrzehnte später ist sie nach wie vor eine Ausnahmeerscheinung in der Pokerszene – eine Spielerin, die bereits vor dem Pokerboom der 2000er-Jahre erfolgreich war, Mutterschaft mit High-Stakes-Turnieren vereinte und nach ihrer Promotion wieder an die Tische zurückkehrte.

Rogan wuchs mit Klassikern wie Railroad, Southern Cross und Big Heart Brag auf, bei denen der Dealer die Spielvariante wählt. Anfang der 2000er-Jahre gehörte sie zu den wenigen Frauen in der noch Nischen-Pokerszene, lange bevor das Spiel zum Mainstream wurde. Selbst mit vier Kindern unter fünf Jahren blieb sie am Tisch, meisterte Turniere und zog gleichzeitig ihre Familie groß.

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Nach einer Auszeit für ihre akademische Laufbahn absolvierte Rogan ein Studium, einen Master und schließlich eine Promotion. Heute unterrichtet sie an der Queen’s University Belfast in den Fächern Kriminologie, Soziologie, Medizinrecht und statistische Datenanalyse. Doch das Pokern ließ sie nie ganz los.

Erst kürzlich kehrte sie zum Live-Poker zurück, angezogen von der PartyPoker Tour mit ihren erschwinglichen Buy-ins und der weltoffenen Atmosphäre. Ihr Comeback trägt bereits Früchte: Sie gewann das Ladies Event in Malta und führte das Mini Main Event in Madrid an. Abseits der Tische gibt sie ihr Wissen weiter – ihr 18-jähriger Sohn hat bereits bei einem Turnier der Irish Poker Tour Geld gewonnen.

Mit über 10.000 Pfund an aktuellen Turniergewinnen beweist Rogan, dass Poker sich mit einem Leben zwischen Wissenschaft, Familie und Mentoring verbinden lässt. Ihre Geschichte spannt sich über Jahrzehnte – vom Taxidepot in Belfast über universitäre Hörsäle bis zurück an den Pokertisch. Ihre jüngsten Erfolge und die ersten Turniererfolge ihres Sohnes deuten darauf hin, dass ihr Einfluss auf das Spiel – und die nächste Generation – noch lange nicht vorbei ist.

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