15 May 2026, 22:36

Tarifstreit in der Metallbranche eskaliert: Gewerkschaften drohen mit Streiks

Altes deutsches Aktienzertifikat mit blauem Rand, das den Text 'Schweiz Wagons-Fabrik A.G.' trägt

Tarifstreit in der Metallbranche eskaliert: Gewerkschaften drohen mit Streiks

Tarifverhandlungen für Metall- und Elektroarbeiter in Südwestdeutschland stecken in der Sackgasse. Arbeitgeber boten eine Lohnerhöhung von 0,9 Prozent plus eine einmalige Prämie von 0,3 Prozent an, doch die Gewerkschaften fordern eine Steigerung um fünf Prozent. Uwe Hück, eine Schlüsselfigur in den Verhandlungen, kritisierte das Angebot scharf als rücksichtslos und provokativ.

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Hück, der den Betriebsrat von Porsche leitet, im Aufsichtsrat von Volkswagen sitzt und stellvertretender Vorsitzender im Prüfungsausschuss der Porsche SE ist, warnte, das niedrige Lohnangebot könnte Streiks auslösen und Arbeitsplätze gefährden. Die Arbeitgeber in Baden-Württemberg entgegneten, überzogene Forderungen könnten bis zu 5.000 Stellen riskieren.

Die dritte Verhandlungsrunde ist für Donnerstag in Pforzheim angesetzt. Sollte es keine Fortschritte geben, drohen die Gewerkschaften mit Warnstreiks. Hück betonte zudem die Bedeutung der Aufrechterhaltung der Investitionen bei Porsche, wo unter anderem 2 Milliarden Euro verplant sind – davon 700 Millionen für das Elektroauto-Projekt Mission E.

Allein dieses Vorhaben soll am Porsche-Standort Stuttgart-Zuffenhausen über 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Gleichzeitig verteidigte Hück die jüngste Entscheidung der Porsche SE, die Dividenden zu erhöhen, und argumentierte, diese sei trotz des laufenden Tarifkonflikts gerechtfertigt.

Der Lohnstreit bleibt ungelöst, mit weit auseinanderliegenden Positionen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. Sollten die Gespräche am Donnerstag scheitern, droht ein Streik – mit potenziellen Folgen für tausende Jobs und zukünftige Investitionen in der Region.

Quelle