14 March 2026, 06:58

Baden-Württemberg holt auf: Immer mehr Frauen in Spitzenpositionen der Parteien

Ein Säulendiagramm, das den Frauenanteil in den nationalen Parlamenten im Jahr 2011 zeigt, wobei jede Säule ein anderes Land darstellt.

So viele Frauen sitzen im neuen Landtag im Südwesten - Baden-Württemberg holt auf: Immer mehr Frauen in Spitzenpositionen der Parteien

Baden-Württemberg verzeichnet stetigen Anstieg von Frauen in Spitzenpositionen der Parteilisten

In Baden-Württemberg ist der Anteil von Frauen in den vorderen Plätzen der Parteilisten kontinuierlich gestiegen – von etwa 35 Prozent im Jahr 2021 auf rund 42 Prozent 2026. Damit gehört das Land bundesweit zu den Spitzenreitern, gemeinsam mit Berlin und Bremen. Diese Entwicklung folgt auf Jahre, in denen Baden-Württemberg die niedrigste Frauenrepräsentation aller deutschen Landesparlamente aufwies.

Vor 2021 wurden die Kandidatenaufstellungen in Baden-Württemberg größtenteils auf lokaler Ebene entschieden. Dieses System begünstigte oft langjährige männliche Politiker und hielt den Frauenanteil niedrig. Um das Ungleichgewicht zu beheben, trat ein neues Wahlrecht in Kraft, das den Landesverbänden der Parteien mehr Einfluss auf die Listenplätze einräumte.

Ziel der Reform war es, den Frauenanteil im Landtag zu erhöhen. In der Folge sorgten die Grünen, die CDU und die SPD jeweils für eine paritätische Besetzung der ersten zehn Listenplätze mit Männern und Frauen. Bei anderen Parteien fielen die Fortschritte unterschiedlich aus.

Bei der jüngsten Wahl setzten sich die Grünen mit 30,2 Prozent der Zweitstimmen knapp gegen die CDU durch. Der Frauenanteil im neu gewählten Parlament liegt nun bei 33,8 Prozent – ein leichter Anstieg gegenüber der vorherigen Legislaturperiode. Auch ostdeutsche Länder wie Thüringen und Sachsen-Anhalt haben Fortschritte gemacht und erreichen ähnliche oder sogar höhere Frauenquoten.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Frauenrepräsentation in Baden-Württemberg seit 2021 stetig gewachsen ist. Mit einem Anteil von 33,8 Prozent der Parlamentssitze gehört das Land nicht mehr zu den Schlüsslern, sondern zu den Spitzenreitern. Die Wahlrechtsreform und die Veränderungen auf Parteiebene haben dabei eine entscheidende Rolle gespielt.

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