16 March 2026, 00:33

Baden-Württemberg und Lwiw stärken Partnerschaft für Innovation und Wiederaufbau der Ukraine

Eine detaillierte Karte von Kiew, Ukraine, mit einem Fluss, Text und Logos, die einen umfassenden Überblick über die Stadt bietet.

Baden-Württemberg und Lwiw stärken Partnerschaft für Innovation und Wiederaufbau der Ukraine

Deutschland und die Ukraine haben neue Schritte unternommen, um ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen – mit besonderem Fokus auf Innovation und Wiederaufbau. Eine kürzlich geschlossene Vereinbarung zwischen Baden-Württemberg und der Oblast Lwiw zielt darauf ab, die Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie, Gesundheitswesen und Verteidigung auszubauen. Der Vertrag wurde am 12. Februar 2026 in Stuttgart von regionalen Spitzenvertretern offiziell unterzeichnet.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg, und Chrystyna Zamula, Vertreterin der Oblast Lwiw, unterzeichneten eine Absichtserklärung zur Stärkung der wirtschaftlichen und innovativen Partnerschaft. Die Zeremonie fand in Stuttgart statt, in Anwesenheit von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Die Vereinbarung sieht eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen IT, künstliche Intelligenz, Gesundheitswesen, Medizintechnik und Rüstungsindustrie vor.

Die Oblast Lwiw, in der etwa 2,3 Millionen Menschen leben, zählt zu den wichtigsten Wirtschaftsregionen der Ukraine. Ihre Wirtschaft umfasst Industrie, Handel, Logistik sowie einen rasant wachsenden IT-Sektor mit über 51.000 Beschäftigten. Bis Ende 2024 beliefen sich die ausländischen Direktinvestitionen in der Region auf rund 1,7 Milliarden US-Dollar, wobei Deutschland mehr als 100 Millionen US-Dollar beisteuerte.

Über die regionale Zusammenarbeit hinaus unterstützt die deutsche Bundesregierung weiterhin ukrainische Unternehmen. Förderprogramme stehen deutschen Firmen zur Verfügung, die in der Ukraine investieren. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat zudem eine Taskforce eingerichtet, um die ukrainische Energieversorgung zu stabilisieren, und nimmt Spenden von technischem Equipment entgegen. Gleichzeitig ermöglicht die Initiative Ukraine2Power Privatpersonen, mit einer Spende von 80 Euro Heiz- und Überlebenspakete für ukrainische Haushalte zu finanzieren.

Die neue Vereinbarung festigt die Bindungen zwischen Baden-Württemberg und der Oblast Lwiw in Schlüsselsektoren. Deutsche Finanzhilfen und technische Unterstützung werden auch künftig eine wichtige Rolle beim wirtschaftlichen Wiederaufbau der Ukraine spielen. Die Partnerschaft eröffnet zudem weitere Chancen für deutsche Investitionen in die wachsenden Branchen der Region.

AKTUALISIERUNG

Geschäftsreise 2025 ebnet den Weg für Partnerschaft 2026

Eine Geschäftsdelegation im Jahr 2025 nach Lwiw hat Schwung für die Vereinbarung im Jahr 2026 geschaffen. Wichtige Entwicklungen sind:

  • Ein Besuch von Baden-Württemberg-Executives im Jahr 2025 hat Investitionsmöglichkeiten in den Bereichen Automobil, Energie und Logistik identifiziert
  • Der Direktor der SMS Group, Rainer Lindner, bezeichnete die Partnerschaft als "richtigen Zeitpunkt, um Investitionsmöglichkeiten für regionale KMUs zu erkunden"
  • "Die Partnerschaft wird es Baden-Württemberg-Unternehmen ermöglichen, zum Wiederaufbau der Ukraine beizutragen", sagte Lindner und betonte Verteidigung und Landwirtschaft als Wachstumsbereiche