Bauwirtschaft 2026: Steigende Bitumenpreise und wachsende Aufträge prägen den Markt
Käte KitzmannBauwirtschaft 2026: Steigende Bitumenpreise und wachsende Aufträge prägen den Markt
Die Bauwirtschaft steht Anfang 2026 vor erheblichen Veränderungen. Die Materialkosten steigen, wobei die Preise für Bitumen im Mai besonders stark angestiegen sind. Gleichzeitig verzeichnen Umsätze und Neuaufträge in mehreren Bereichen ein Wachstum – ein gemischtes, aber vielversprechendes Bild.
Im April stieg der Umsatz im öffentlichen Baugewerbe nominal um 5,3 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich der Wohnungsbau: Hier erhöhten sich die Erlöse um 7,1 Prozent, während die Neuaufträge um 8,9 Prozent zunahmen. Auch der Gewerbe- und Industriebau trug mit einem Umsatzplus von 6,8 Prozent zum Wachstum bei.
Spitzenreiter war der Tiefbau, der unter den drei Hauptsegmenten der Branche die stärksten Zuwächse verzeichnete. Der Nichtwohnungsbau hingegen blieb zurück. Trotz monatlicher Verbesserungen blieb der kumulierte Umsatz von Januar bis April im Vergleich zu 2025 unverändert.
Bis Mai waren die Bitumenpreise im Jahresvergleich um 31,2 Prozent explodiert. Die steigenden Materialkosten belasten inzwischen Unternehmen in der gesamten Baubranche. Insgesamt stiegen die Neuaufträge für die Branche um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Entwicklung der Bauwirtschaft zeigt sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Höhere Materialpreise setzen die Unternehmen unter Druck, doch wachsende Aufträge und Umsätze in zentralen Bereichen deuten auf Widerstandsfähigkeit hin. Die Politik könnte gefordert sein, die Rolle der Branche für die wirtschaftliche Erholung gezielt zu stärken.
