20 March 2026, 14:28

Bechtle wächst trotz sinkender Gewinne und Chip-Knappheit weiter

Nahaufnahme einer Mainboard mit einem Speicherchip, der mit Text beschriftet ist und auf einer weißen Oberfläche liegt.

Knappheit an Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle wächst trotz sinkender Gewinne und Chip-Knappheit weiter

Bechtle verzeichnet gemischte Finanzzahlen für 2025

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Der führende IT-Hardware-Lieferant für Behörden und gewerbliche Kunden, Bechtle, hat für das Jahr 2025 durchwachsene Geschäftszahlen vorgelegt. Zwar stieg das Gesamtgeschäftsvolumen um über 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro, doch der Gewinn vor Steuern sank um 6 Prozent. Das Unternehmen sieht sich nun mit Herausforderungen durch steigende Preise für Speicherchips und Lieferengpässe konfrontiert, die durch den Ausbau der KI-Infrastruktur angetrieben werden.

Im Jahr 2025 verzeichnete Bechtle einen Umsatzanstieg von knapp 2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern ging jedoch auf 324,2 Millionen Euro zurück – ein Rückgang von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch erreichte das Gesamtgeschäftsvolumen 8,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 8 Prozent entspricht.

Das Unternehmen hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2030 soll das Gesamtgeschäftsvolumen auf 10 Milliarden Euro steigen. Dies würde ein durchschnittliches jährliches Wachstum von knapp 4 Prozent voraussetzen. Dennoch zeigt sich Vorstandsvorsitzender Thomas Olemotz zurückhaltend bei der Gewinnprognose für 2026 und verweist auf anhaltende Lieferengpässe.

Die Preise für Speicherchips sind aufgrund der angespannten Versorgungslage stark gestiegen, vor allem getrieben durch den rasanten Ausbau von KI-Rechenzentren. Seit 2024 ist die Nachfrage nach DRAM- und Hochgeschwindigkeits-Arbeitsspeicher (HBM) stark angestiegen, wobei die Preise für DDR5-Speicher 2025 deutlichen Schwankungen unterlagen. Die Kosten für Speicherkomponenten haben sich seit dem Sommer 2025 verdreifacht, da Rechenzentren große Mengen an Hochleistungs-Chips verbrauchen. Auch der Bedarf an fortschrittlichen Leiterplatten für KI-Server soll sich von 3,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 7,0 Milliarden US-Dollar bis 2030 verdoppeln.

Für 2026 rechnet Bechtle mit einem Umsatz- und Gewinnwachstum vor Steuern von 0 bis 5 Prozent. Trotz der Marktvolatilität sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, um künftige Chancen zu nutzen.

Das Wachstum von Bechtle bleibt stabil, doch steigende Speicherchip-Kosten und Lieferengpässe stellen das Unternehmen vor Herausforderungen. Ob das langfristige Ziel von 10 Milliarden Euro Gesamtgeschäftsvolumen bis 2030 erreicht wird, hängt davon ab, wie gut diese Druckfaktoren bewältigt werden. Für 2026 herrscht vorerst vorsichtiger Optimismus.

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