20 March 2026, 16:31

Boris Palmer bleibt parteilos – und provokant wie eh und je

Schwarzes und weißes Foto einer großen Menge vor einem Gebäude, mit einer Person, die eine Fahne in der Mitte hält, Polen und Lichter im Hintergrund und Text unten, der "Gustav Klimts Rede an der Berliner Mauer" lautet.

Warum Bürgermeister Palmer einige seiner Aussagen bereut - Boris Palmer bleibt parteilos – und provokant wie eh und je

Boris Palmer, Tübingens Oberbürgermeister, ist seit seinem Austritt aus den Grünen vor fast drei Jahren parteilos geblieben. Obwohl er weiterhin mit dem gemäßigteren Flügel der Partei in Kontakt steht, unterstützte er kürzlich bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg die von Cem Özdemir geführte grüne Landesregierung. Trotz Spekulationen über ein mögliches Ministeramt entschied er sich, in seinem aktuellen Amt zu bleiben.

Palmer ist seit langem für provokante Äußerungen bekannt, insbesondere in der Flüchtlingsfrage. Seine Aussagen lösten wiederholt Rassismusvorwürfe aus, darunter auch seine Rechtfertigung der Verwendung des N-Worts, die auf breite Kritik stieß. Er beharrt jedoch darauf, keine seiner umstrittenen Bemerkungen zu bereuen.

In den letzten Jahren hat er seinen Ton jedoch gemildert. Heute kritisiert er die öffentliche Praxis, Menschen so lange unter Druck zu setzen, bis sie sich entschuldigen. Palmer gab sogar zu, in der Vergangenheit unehrliche Entschuldigungen abgegeben zu haben, um Konflikte nicht weiter anzuheizen.

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Vor der Wahl war im Gespräch, dass er als Minister in die Landesregierung einsteigen könnte. Doch Palmer machte klar, dass er stattdessen weiter als Tübingens Oberbürgermeister amtieren werde.

Palmer bleibt eine polarisierende Figur, die ihren politischen Einfluss mit ihrer lokalen Rolle in Einklang bringt. Seine Entscheidung, im Bürgermeisteramt zu bleiben, festigt seine Position, die er seit Jahren innehat. Gleichzeitig zeigt seine veränderte Herangehensweise an öffentliche Aussagen eine spürbare Abkehr von seinen früheren Provokationen.

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