Braunschweig reformiert Winterdienst nach chaotischem Sturmwinter 2023
Paulina JüttnerBraunschweig reformiert Winterdienst nach chaotischem Sturmwinter 2023
Braunschweig beschließt neuen Plan zur Verbesserung des Winterdienstes nach Pannen im Vorjahr
Nach den schweren Stürmen des vergangenen Winters, die gravierende Mängel bei der Winterinstandhaltung offenbarten, hat Braunschweig einen neuen Plan zur Verbesserung des Dienstes verabschiedet. Die Entscheidung folgt auf monatelange Kritik wegen ungeräumter Radwege und blockierter Straßen – besonders nach dem Sturm Elli, der für massive Behinderungen sorgte. Die Stadtverwaltung hat nun eine umfassende Überprüfung der personellen und technischen Kapazitäten des aktuellen Dienstleisters gefordert.
Erstmals auf die Agenda kam das Thema im Februar, als die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS einen Antrag einbrachte. Darin wiesen die Abgeordneten darauf hin, dass Radwege und Gehsteige oft über lange Zeiträume nicht geräumt wurden und dadurch Sicherheitsrisiken entstanden. Berichte von regionalHeute.de hatten bereits gezeigt, dass viele Wege nur alle 19 Stunden freigeräumt wurden – manche Straßen blieben sogar noch länger unbeachtet.
Im Antrag hieß es, das für den Winterdienst zuständige Unternehmen ALBA verfüge weder über ausreichend Personal noch über die nötige Ausstattung, um anhaltende Schneefälle bewältigen zu können. Obwohl die Teams im Dauerbetrieb arbeiteten, waren Straßen und Radwege oft schon nach wenigen Stunden erneut blockiert. Die Verantwortlichen betonten, dass diese Verzögerungen die Mobilität der Bürger einschränkten und das Unfallrisiko erhöhten.
Nach Debatten im Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Beschaffung sowie im Verwaltungsausschuss kam der Antrag zur Abstimmung. Der Stadtrat nahm den Vorschlag in seiner jüngsten Sitzung an und forderte eine dringende Prüfung der personellen und technischen Ressourcen von ALBA.
Der beschlossene Plan soll nun höhere Standards für den Winterdienst in Braunschweig durchsetzen. Eine Überprüfung der Abläufe bei ALBA soll Lücken bei Personal und Ausstattung aufdecken. Ziel ist es, die Versäumnisse des letzten Winters zu vermeiden und für eine schnellere, zuverlässigere Räumung von Straßen und Radwegen zu sorgen.






