25 June 2026, 12:24

CISPA in Saarbrücken unter Verdacht: Chinesische Wissenschaftsspionage im Fokus

Verdacht auf akademische Spionage

CISPA in Saarbrücken unter Verdacht: Chinesische Wissenschaftsspionage im Fokus

Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken gerät unter den Verdacht, in chinesische Wissenschaftsspionage verwickelt zu sein. Eine aktuelle Untersuchung des Handelsblatts wirft Fragen zu sensiblen Datentransfers nach China auf. Das Institut, einst als Aushängeschild der saarländischen Forschungslandschaft gefeiert, steht nun vor ernsten Vorwürfen.

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CISPA wurde 2019 in die Helmholtz-Gemeinschaft aufgenommen und entwickelte sich rasant zu einer führenden Kraft in der Cybersicherheit. Pläne für einen Neubau im Wert von 350 Millionen Euro waren bereits in der Umsetzung – ein Zeichen seines wachsenden Einflusses.

Doch Zweifel kamen auf, als bekannt wurde, dass in einer Forschungsgruppe des CISPA 18 von 19 Mitgliedern chinesischer Herkunft waren. Eine weitere Gruppe bestand ausschließlich aus Wissenschaftler:innen mit chinesischen Wurzeln, von denen einige Verbindungen zur Rüstungsindustrie Chinas aufwiesen. Diese Erkenntnisse nährten den Verdacht auf mögliche Spionageaktivitäten.

Als Reaktion wurde der Institutsleiter Michael Backes vorläufig von seinen Aufgaben entbunden, bis die Vorwürfe geklärt sind. Er unterstützte diese Maßnahme und begrüßte die Einsetzung eines unabhängigen Sonderprüfers. Die externe Untersuchung soll die Vorwürfe detailliert aufarbeiten und für Transparenz sorgen.

Der Sonderprüfer wird die Behauptungen zu Datentransfers und Spionage genau unter die Lupe nehmen. Die Ergebnisse werden über die Zukunft der CISPA-Führung und den Ruf des Instituts in der Forschungsgemeinschaft entscheiden. Die Ermittlungen sollen Klarheit über die Arbeitsweise des Instituts und seine Verbindungen zu ausländischen Akteuren schaffen.

Quelle