27 March 2026, 08:33

"Clear" kehrt zurück – doch die Kritik an Moderatorin Julia Ruhs bleibt

Eine Gruppe von Menschen an einem öffentlichen Ort in eine hitzige Diskussion vertieft, umgeben von Reportern mit Mikrofonen, Handys und Papieren, mit einer Glaswand im Hintergrund.

"Clear" kehrt zurück – doch die Kritik an Moderatorin Julia Ruhs bleibt

Das Diskussionsformat Clear kehrt 2023 mit neuen Folgen zurück. Der Bayerische Rundfunk (BR) hat bestätigt, dass Julia Ruhs trotz gemischter Reaktionen von Zuschauern und Branchenvertretern weiterhin als Moderatorin fungieren wird. Die Sendung sorgt seit ihrem Start für Diskussionen – mit hoher Zuschauerzustimmung, aber auch deutlicher Kritik.

Die Pilotfolgen von Clear erhielten in Umfragen positives Feedback: 63 Prozent der Befragten bewerteten die Sendung mit den Noten 1 oder 2. Gelobt wurden insbesondere Inhalt und Präsentation. Doch die erste Ausgabe zum Thema Migration: Was läuft falsch? stieß auf scharfe Kritik – auch von NDR-Journalistin Anja Reschke.

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Der BR bekräftigte seine Unterstützung für das Format und hält an Ruhs als Moderatorin fest. Der NDR, der an der Produktion beteiligt ist, wird sie hingegen nicht für seine eigenen Folgen weiterbeschäftigen. Ruhs äußerte öffentlich ihre Enttäuschung über diese Entscheidung. Der Sender sucht nun nach einer neuen Moderation.

Auch intern gab es Widerstand: Rund 250 NDR-Mitarbeiter unterzeichneten einen offenen Brief, in dem sie sich von Clear distanzierten. Sowohl BR als auch NDR betonten, man nehme das Feedback ernst und arbeite an Verbesserungen. Trotz der Kontroversen wird die Sendung weiterhin gesellschaftlich brisante Themen aufgreifen.

Seit dem Debüt im April 2024 steht Clear in der Kritik, zu oberflächlich zu sein und auf schematische Debattenstrukturen zu setzen. Direkte Vergleiche mit anderen NDR-Formaten in puncto Vielfalt oder Glaubwürdigkeit wurden bisher nicht gezogen.

Die Zukunft von Clear ist damit besiegelt: Der BR behält Ruhs, während der NDR nach einer Nachfolgerin sucht. Die Rückkehr der Sendung erfolgt vor dem Hintergrund hoher Einschaltquoten, aber auch öffentlicher Kritik. Die Sender versprechen, die Vorbehalte anzugehen, ohne den Fokus auf kontroverse gesellschaftliche Themen zu verlieren.

Quelle