Daimler ruft drei Millionen Diesel-Fahrzeuge in Europa zurück – was steckt dahinter?
Paulina JüttnerDaimler ruft drei Millionen Diesel-Fahrzeuge in Europa zurück – was steckt dahinter?
Daimler hat einen freiwilligen Rückruf von drei Millionen Diesel-Fahrzeugen in ganz Europa angekündigt. Die Maßnahme ist Teil des „Zukunftsplans für Dieselmotoren“ des Konzerns und wird das Unternehmen etwa 220 Millionen Euro kosten. Vorstandsvorsitzender Dieter Zetsche hat sich in einem aktuellen LinkedIn-Beitrag zu den bevorstehenden Herausforderungen geäußert.
Der Rückruf erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Daimler wegen der Dieselabgaswerte unter Beobachtung steht. Die Behörden prüfen, ob Gespräche zwischen Autoherstellern über die Vereinheitlichung von Dieselabgaswerten illegale Preisabsprachen beinhalteten. Daimler arbeitet nach eigenen Angaben vollumfänglich mit den internen Ermittlungen zusammen.
Zetsche betonte, dass Dieselmotoren anhand ihrer NOx- und CO₂-Emissionen bewertet werden müssten. Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass die Ingenieure des Unternehmens technische Lösungen entwickeln könnten, um Fahrverbote zu vermeiden. In seinem Beitrag rief er dazu auf, über die Motive und Handlungen Daimlers nicht zu spekulieren.
Volkswagen hatte bereits 2016 eine Selbstanzeige bei den Kartellbehörden wegen der Dieselabgaswerte eingereicht. Zetsche nutzte die Gelegenheit, um den Mitarbeitern für ihr Engagement zu danken, und bekräftigte das Bekenntnis des Unternehmens zu Innovation in der anhaltenden Dieseldebatte.
Der Rückruf betrifft Millionen von Fahrzeugen und stellt einen bedeutenden Schritt in Daimlers Reaktion auf die Emissionsbedenken dar. Das Unternehmen konzentriert sich weiterhin auf technische Fortschritte, um regulatorische Herausforderungen zu meistern. Die Behörden untersuchen unterdessen weiterhin die branchenweiten Gespräche über Abgasnormen.






