Deutsche Autobauer wehren sich gegen schärfere EU-Klimaziele bis 2030
Käte KitzmannDeutsche Autobauer wehren sich gegen schärfere EU-Klimaziele bis 2030
Führende deutsche Automobilhersteller haben Bedenken gegen die verschärften Klimaziele der EU für 2030 geäußert. Die Vorstände von Mercedes, Volkswagen und BMW kritisierten die strengeren CO₂-Grenzwerte und die vorgeschriebenen Quoten für Elektrofahrzeuge. Sie warnten, dass diese Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit der Branche gefährden könnten.
Mercedes-Chef Ola Källenius argumentierte, dass Strafzahlungen bei Zielverfehlungen keinen Fortschritt bringen würden. Er betonte, dass die Hersteller die Kundennachfrage bedienen müssten, statt mit Sanktionen konfrontiert zu werden. Källenius warnte zudem, dass das regulatorische Umfeld in Europa deutsche Autokonzern im globalen Wirtschaftsranking zurückwerfen könnte.
Volkswagen-CEO Oliver Blume verwies auf den 27-prozentigen Marktanteil des Konzerns im europäischen Elektroauto-Segment. Dennoch werde das Unternehmen unter den neuen Vorgaben weiterhin Strafen zahlen müssen, so Blume. Er forderte längere Übergangszeiten und Anreize, etwa Förderung für kleine Elektrofahrzeuge, um den Wandel zu erleichtern.
BMW-Chef Milan Nedeljković bezeichnete die EU-Vorgaben als riskant. Er unterstrich die Notwendigkeit besserer Rahmenbedingungen, um die Stärke der Branche zu erhalten. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir erkannte die Herausforderungen des Sektors an und versprach, die Attraktivität der Region als Standort zu verbessern.
Die Automobilhersteller drängten auf Anpassungen der Politik, um Klimaziele und Branchenstabilität in Einklang zu bringen. Ohne Änderungen, so ihre Befürchtung, könnten Bußgelder und enge Fristen die Führungsrolle Deutschlands in der Automobilindustrie untergraben. Die Forderungen nach Reformen zeigen die Spannung zwischen Regulierung und wirtschaftlichen Realitäten auf.






