EU startet Digitale Identitätsbörse – Revolution für Online-Ausweise ab 2027
Franziska MentzelEU startet Digitale Identitätsbörse – Revolution für Online-Ausweise ab 2027
Die EU treibt ihre Pläne für die Digitale Identitätsbörse voran – ein sicheres System zur Verwaltung persönlicher Dokumente online. Das Projekt soll Nutzern die Kontrolle über ihre Daten geben und gleichzeitig eine einfache Identitätsprüfung für digitale Dienstleistungen ermöglichen. Erste Testphasen laufen bereits, der vollständige Start ist für Januar 2027 geplant.
Die digitale Börse baut auf dem bestehenden deutschen elektronischen Identitätsnachweis (eID) auf. Sie wird es Nutzern ermöglichen, Alter, Identität und andere Berechtigungen bei der Inanspruchnahme von Online-Diensten nachzuweisen. Eine geplante Funktion ist eine Altersverifikations-App, die den Zugang zu Erwachsenenwebsites einschränken könnte.
Die Entwicklung läuft auf Hochtouren: Die Bundesdruckerei zeichnet für das Backend zur Ausgabe der Personenidentifikationsdaten (PID) verantwortlich. Allerdings erlitt die Altersverifikations-App kurz nach ihrer Präsentation durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen Rückschlag, als sie gehackt wurde.
Der erste große Branchentermin, „EUDI ON – Der EUDI-Wallet-Gipfel für digitale Innovatoren“, findet am 25. Juni in Berlin statt. Die Initiative kommt zu einer Zeit, in der die Forderungen nach sicheren digitalen Zugangsprüfungen in der gesamten EU lauter werden.
Der Start der digitalen Börse ist für Januar 2027 vorgesehen und soll eine vereinfachte Online-Identitätsprüfung bieten. Ihr Erfolg hängt maßgeblich von Sicherheit und Zuverlässigkeit ab – besonders nach dem jüngsten Hack der Altersverifikations-App. Das System könnte die Art und Weise, wie Europäer künftig digitale Dienstleistungen nutzen, grundlegend verändern.






