17 March 2026, 18:35

Falsches Knöllchen aus Frankreich: Mann zahlt nicht für fremdes Auto

Lotterielos mit dem Text "Loterie Nationale Tirage de la Première Tranche" darauf gedruckt.

Falsches Knöllchen aus Frankreich: Mann zahlt nicht für fremdes Auto

Ein Mann aus Baden-Württemberg, der als Herr S. bezeichnet wird, hat aus Frankreich ein Knöllchen für Rasen sowie eine unbezahlte Mautgebühr erhalten. Das Problem: Das Fahrzeug, auf das sich der Bußgeldbescheid bezieht, gehört ihm gar nicht. Die Behörden vermuten, dass seine Identität gestohlen wurde – möglicherweise durch Phishing – und damit ein Auto auf seinen Namen angemeldet wurde, ohne dass er davon wusste.

Der Bescheid fordert Herr S. auf, umgehend 70 Euro zu zahlen; bei Nichtbezahlung bis zum Fristablauf steigt die Strafe auf 180 Euro. Die Mautgebühr könnte sich bei Ignorieren sogar auf 375 Euro erhöhen. Besorgt über Betrug erstattete er Anzeige bei der Polizei und ließ über die Hotline 116 116 seine Online-Ausweisfunktion sperren.

Das Projekt "Gerechtigkeit ohne Grenzen", das von mehreren europäischen Organisationen finanziert wird, bietet in solchen Fällen kostenlose Rechtshilfe an. Seit 2023 hat es bereits 1.900 Anfragen bearbeitet und über 700 Erstberatungen organisiert. Der Rat der Initiative ist eindeutig: Unberechtigte Forderungen sollten nicht bezahlt werden – die Schreiben aber auch nicht einfach ignoriert werden.

Betroffene werden aufgefordert, die Bescheide auf Fehler zu prüfen und bei unrichtigen Angaben Widerspruch einzulegen. Das Projekt warnt zudem davor, Kopien von Ausweisdokumenten digital weiterzugeben, es sei denn, es ist unvermeidbar. Falls nötig, empfiehlt es sich, die Dokumente mit einem Wasserzeichen zu versehen, um Missbrauch vorzubeugen.

Die Betrüger könnten die gestohlenen Daten von Herr S. genutzt haben, um ein Fahrzeug auf seinen Namen anzumelden – was schließlich zu den falschen Bußgeldern führte. Der Fall zeigt die wachsende Sorge vor Identitätsdiebstahl im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Verkehrsverstößen.

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Herr S. hat sich durch die Anzeige und die Sicherung seiner digitalen Identität geschützt. "Gerechtigkeit ohne Grenzen" unterstützt weiterhin Menschen in ähnlichen Situationen und betont, wie wichtig es ist, Forderungen vor einer Reaktion genau zu prüfen. Ohne Gegenwehr riskieren Betroffene nicht nur steigende Strafen, sondern auch weiteren Missbrauch ihrer persönlichen Daten.

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