Güterbahnen fordern Sofortmaßnahmen gegen Bahn-Chaos und GSM-R-Ausfälle
Franziska MentzelGüterbahnen fordern Sofortmaßnahmen gegen Bahn-Chaos und GSM-R-Ausfälle
Bund der Güterbahnen fordert dringende Maßnahmen gegen anhaltende Bahnstörungen
Der Bund der Güterbahnen hat zu sofortigem Handeln aufgerufen, um die anhaltenden Störungen im Schienenverkehr zu beheben. Der Verband forderte den Verkehrsausschuss des Bundestags auf, die Stabilisierung der Bahninfrastruktur in Deutschland vorrangig zu behandeln. Besonders besorgniserregend seien die flächendeckenden Ausfälle des GSM-R-Bahnfunksystems, das für die Zugsicherung und Kommunikation entscheidend ist.
Landweit führte das Versagen des GSM-R-Systems zu erheblichen Betriebsbehinderungen. Bei dem jüngsten Ausfall stellte die Branche fest, dass Notfallprotokolle entweder fehlten oder nicht funktionierten. Der Verband verwies zudem auf mehrtägige Störungen rund um Christi Himmelfahrt sowie auf Probleme in den Fahrplanbüros und Leitstellen.
Neele Wesseln, Geschäftsführerin des Verbands, kritisierte scharf die DB InfraGO für ihr Krisenmanagement. Die betrieblichen Herausforderungen belasteten den Güterverkehr übermäßig, so Wesseln. Die Unternehmen befänden sich in einem Dauerausnahmezustand – Lieferketten seien unterbrochen, und das Personal arbeite am Limit.
Als Reaktion fordert der Verband eine stärkere staatliche Aufsicht über die DB InfraGO. Vorgeschlagen wird die Einrichtung eines unabhängigen Bundesamts für Schieneninfrastruktur (BASchi), das den Infrastrukturbetrieb überwachen und steuern soll.
Die wirtschaftlichen Folgen der Störungen für die Güterverkehrsunternehmen werden derzeit noch bewertet. Der Verband besteht jedoch auf Sofortmaßnahmen, um die Stabilität wiederherzustellen. Ohne Eingreifen drohten die Probleme nicht nur das Schienennetz, sondern die gesamte Wirtschaft weiter zu belasten.
