30 March 2026, 20:32

Hubertz plant bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft als "Game-Changer" gegen Wohnungsnot

Ein detaillierter Grundrissplan des ehemaligen Bundeskanzleramts, der architektonische Layouts und Anmerkungen zeigt.

Hubertz plant bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft als "Game-Changer" gegen Wohnungsnot

Bundesbauministerin Verena Hubertz hat Pläne für eine neue bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft vorgestellt. Mit dem Vorhaben soll der Wohnungsbau im ganzen Land beschleunigt werden. Hubertz bezeichnete den Vorschlag als möglichen "Game-Changer" bei der Bewältigung der Wohnungsnot.

Die Ministerin räumte auch frühere Kritik an der SPD ein, die Reformen verzögert habe. Sie betonte die Notwendigkeit schnellerer politischer Maßnahmen, um die langjährigen Herausforderungen im Sektor anzugehen.

Die geplante Gesellschaft würde auf Bundesebene agieren – anders als die bestehende Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die vor allem Bundesbedienstete versorgt. Hubertz argumentierte, dass ein breiteres Engagement nötig sei, um flächendeckend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. "Wir brauchen Wohnungen für das ganze Land", sagte sie der Süddeutschen Zeitung. "Deshalb setzen wir uns für eine bundeseigene Wohnungsbaugesellschaft ein."

Bevor der Plan umgesetzt werden kann, müssen jedoch noch rechtliche Hürden überwunden werden. Zu den größten Hindernissen zählen verfassungsrechtliche Eigentumsschutzbestimmungen, kommunale Planungsvorschriften, die Genehmigungen verzögern, sowie Mieterschutzregelungen, die in angespannten Märkten Kündigungen erschweren. Aktuelle Entwürfe des Justizministeriums und geplante Reformen des Baugesetzbuchs (BauGB) sollen diese Probleme angehen. Hubertz bestätigte, dass die Gründung eines staatlichen Wohnungsbauunternehmens voraussichtlich Verfassungsänderungen erfordern werde.

Die Diskussionen über umfassendere Reformen laufen bereits, und die Gespräche sollen im Laufe des Sommers fortgesetzt werden. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte sich zuvor für großangelegten sozialen Wohnungsbau ausgesprochen und ein staatliches Wohnungsbauunternehmen als Lösung vorgeschlagen. Hubertz hob zudem die Rolle der SPD bei der Stärkung der sozialen Mobilität hervor – mit dem Ziel, dass harte Arbeit zu bezahlbarem Wohnraum und einer besseren Lebensqualität führt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Ministerin machte deutlich, dass die Wohnungsbaugesellschaft nur ein Baustein eines größeren Reformpakets ist. Änderungen im Planungsrecht, bei Mieterschutzbestimmungen und in der Bundesförderstruktur werden ebenfalls geprüft, um den Bau zu beschleunigen und die Bezahlbarkeit zu verbessern.

Der Vorstoß der Bundesregierung für eine Wohnungsbaugesellschaft markiert einen Strategiewechsel nach Jahren zögerlicher Fortschritte. Sollte der Plan genehmigt werden, wären rechtliche Anpassungen und weitere Abstimmungen zwischen den Ministerien nötig. Das Ergebnis könnte die Art und Weise, wie Deutschland in den kommenden Jahren Wohnraum schafft und verwaltet, grundlegend verändern.

Quelle