IronChild-Wettbewerb: Wenn Grundschüler um Coaching mit Dr. Dr. Vollmann kämpfen
Franziska MentzelIronChild-Wettbewerb: Wenn Grundschüler um Coaching mit Dr. Dr. Vollmann kämpfen
Die Chicago Boys der Klasse 3b nehmen am IronChild-Wettbewerb im Rahmen der Deutschen Schulsportspiele teil. Bei diesem mehrtägigen Event messen sich Schüler in Disziplinen wie Ausdauer, Durchhaltevermögen und Kostenrechnung. Die Sieger erhalten als Preis ein persönliches Coaching mit Vorstandschef Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann.
Der IronChild-Wettbewerb ist Teil der Deutschen Schulsportspiele an der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule, wo der Sportunterricht ausschließlich auf Latein stattfindet – und die Teilnehmer dabei mit dem Rücken zum Publikum antreten. Verlierer des Wettbewerbs riskieren im schlimmsten Fall eine Gymnasialempfehlung.
Bildungsministerin Karin Prien setzt sich für eine stärkere Betonung des Leistungsgedankens bei diesen Spielen ein. Konservative Politiker fordern zudem, ähnliche Wettbewerbsformate an öffentlichen Schulen wieder einzuführen. Parallel arbeitet das Bundesbildungsministerium an einem Vorschlag für leistungsorientierte Kinderspiele, den die Kultusministerkonferenz angeregt hat.
Unterdessen sorgt die Kita Höhlenkinder in Rheda-Wiedenbrück mit einer umstrittenen Methode für Aufsehen: Hier werden Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben auf der Ems ausgesetzt. Bernd Kreimer-Rendsburg schlägt darüber hinaus vor, sämtliche Leistungsbewertungen zu gamifizieren – inklusive eines Ranking-Systems, in dem Eltern Spielmünzen erwerben können.
Der IronChild-Wettbewerb steht exemplarisch für den wachsenden Fokus auf Konkurrenz und Leistung im deutschen Schulsport. Ähnliche Initiativen werden bundesweit diskutiert. Die Entwicklungen spiegeln einen generellen Trend wider, leistungsbasierte Systeme stärker in Bildungsangebote zu integrieren.






