Milliardenschäden: Warum Nachfolgeplanung in deutschen Firmen so oft scheitert
Franziska MentzelMilliardenschäden: Warum Nachfolgeplanung in deutschen Firmen so oft scheitert
Eine neue Studie unterstreicht die hohen Kosten mangelnder Nachfolgeplanung in deutschen Unternehmen. Wie die Unternehmensberatung BWS Consultants herausfand, vernichten gescheiterte Führungswechsel jährlich Milliarden an Unternehmenswert. Für die Untersuchung wurden 100 mittelständische Betriebe in ganz Deutschland analysiert.
Familienstreitigkeiten sind mit 43 Prozent der häufigste Grund für gescheiterte Nachfolgen. An zweiter Stelle steht die Weigerung der bisherigen Führungskraft, zurückzutreten (33 Prozent). Plötzliche Erkrankungen oder Todesfälle ohne vorbereiteten Plan lösen in 35 Prozent der Fälle chaotische Übergänge aus.
Betriebswirtschaftliche Herausforderungen folgen auf Platz vier und verursachen 29 Prozent der Misserfolge. Die Studie zeigt zudem, dass vielen Unternehmern die Erfahrung fehlt, ihr Unternehmen geordnet zu übergeben. Peter Hertweck, Geschäftsführer von BWS, warnt, dass diese Probleme die deutsche Wirtschaft jährlich Milliarden kosten.
Die Ergebnisse belegen, dass unzureichende Vorbereitung und persönliche Konflikte Nachfolgepläne zum Scheitern bringen. Ohne klare Regelungen riskieren Unternehmen erhebliche finanzielle Verluste. Die Studie betont die Dringlichkeit strukturierter Führungswechsel.






