25 June 2026, 18:21

Mercedes-Chef fordert Rückkehr zur 40-Stunden-Woche – und löst Streit aus

Mercedes-Benz-Betriebsrat lehnt 40-Stunden-Woche ab

Mercedes-Chef fordert Rückkehr zur 40-Stunden-Woche – und löst Streit aus

Martin Brudermüller, Aufsichtsratsvorsitzender von Mercedes-Benz, hat Deutschland aufgefordert, die Arbeitszeiten zu verlängern, um die Lohnkosten zu senken. Er behauptet, eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche sei entscheidend für die globale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Der Vorschlag hat innerhalb des Konzerns und bei den Arbeitnehmervertretern eine Debatte ausgelöst.

Aktuell arbeiten die Mercedes-Benz-Mitarbeiter in Deutschland eine standardmäßige 35-Stunden-Woche. Brudermüller argumentiert, dass eine Ausweitung auf 40 Stunden helfen würde, die strukturellen Kosten zu reduzieren, die im internationalen Vergleich unangemessen hoch seien.

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Ergun Lümali, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats des Unternehmens, lehnte den Vorschlag jedoch ab. Er erklärte, eine Arbeitszeiterhöhung ohne Lohnausgleich sei nicht umsetzbar – besonders, da einige deutsche Werke bereits unterausgelastet seien. Lümali betonte zudem, dass Lohnverhandlungen von der IG Metall und der Arbeitgebervereinigung geführt würden, sodass keine Änderungen ohne deren Beteiligung möglich seien.

Das Unternehmen bestätigte, dass es derzeit keine konkreten Pläne gebe, die 35-Stunden-Woche abzuschaffen. Stattdessen prüfe man andere Wege, um die Effizienz zu steigern, und stehe in laufenden Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern.

Die Forderung nach längeren Arbeitszeiten unterstreicht die Sorgen über die Kostenstruktur von Mercedes-Benz in Deutschland. Ohne Zustimmung der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände erscheinen Änderungen der Arbeitszeiten unwahrscheinlich. Der Konzern sucht weiterhin nach alternativen Lösungen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Quelle