15 May 2026, 18:37

NHTSA ordnet historischen Rückruf von 40 Millionen Takata-Airbags an

Ein Airbag ist im Bild zu sehen.

NHTSA ordnet historischen Rückruf von 40 Millionen Takata-Airbags an

Die US-amerikanische Straßenverkehrsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) hat eine weitere großangelegte Rückrufaktion für Takata-Airbags angeordnet. Mit diesem jüngsten Schritt wird der ohnehin schon größte Rückruf in der Geschichte der US-Automobilbranche ausgeweitet – bis zu 40 Millionen zusätzliche Einheiten sind betroffen. Die Entscheidung folgt anhaltenden Bedenken wegen Sicherheitsrisiken durch die defekten Bauteile.

Wie sich zeigte, können die Airbag-Gasgeneratoren von Takata mit gefährlicher Wucht auslösen und dabei Metallteile in den Fahrzeuginnenraum schleudern. Weltweit wurden solche Defekte bereits mit mindestens elf Todesfällen und zahlreichen Verletzungen in Verbindung gebracht. Als Hauptursache für die Fehlfunktionen hat das Unternehmen langfristige Einwirkung von hoher Hitze und Feuchtigkeit identifiziert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In Europa hingegen gibt Takata an, dass es keine Vorfälle im Zusammenhang mit den aktuellen Rückrufproblemen gegeben habe. Umfassende Tests dort deuten darauf hin, dass nur anhaltende extreme Temperaturen und Feuchtigkeit über viele Jahre hinweg die Defekte auslösen.

Daimler hat bereits erhebliche Kosten durch frühere Rückrufaktionen getragen. 2015 rief der Automobilhersteller in den USA 840.000 Fahrzeuge wegen fehlerhafter Takata-Airbags auf der Fahrerseite zurück und stellte dafür 340 Millionen Euro bereit. Nun muss das Unternehmen seine Rückrufaktion in den USA und Kanada aufgrund möglicherweise defekter Beifahrer-Airbags auf rund 200.000 weitere Fahrzeuge ausweiten. Für das laufende Geschäftsjahr hat Daimler einen Betrag im mittleren dreistelligen Millionenbereich reserviert, um die mit den Rückrufen verbundenen Ausgaben zu decken.

Im Rahmen der erweiterten Rückrufaktion werden Millionen weiterer Fahrzeuge überprüft und instand gesetzt. Die Besitzer betroffener Modelle erhalten Benachrichtigungen, die Reparaturen erfolgen kostenlos. Die Aufsichtsbehörden beobachten die Lage weiterhin, während die Automobilhersteller daran arbeiten, das langjährige Sicherheitsproblem zu lösen.

Quelle