PCK-Raffinerie in Schwedt: Deutschland und Polen ringen um Energie-Lösung ohne Durchbruch
Franziska MentzelPCK-Raffinerie in Schwedt: Deutschland und Polen ringen um Energie-Lösung ohne Durchbruch
Verhandlungen zwischen Deutschland und Polen über die PCK-Raffinerie bringen noch keine Lösung
Die Gespräche zwischen Deutschland und Polen über die PCK-Raffinerie in Schwedt haben bisher keine Einigung erbracht. Die Anlage, ein zentraler Kraftstofflieferant für Nordostdeutschland und Berlin, steht seit dem Stopp des kasachischen Öltransits durch Russland im Mai vor ungewisser Zukunft. Polen signalisiert zwar Bereitschaft zur Unterstützung, zeigt sich aber zurückhaltend bei direkten Verhandlungen mit Rosneft Deutschland.
Die PCK-Raffinerie, an der deutsche Tochtergesellschaften des russischen Konzerns Rosneft mit 54 Prozent beteiligt sind, steht seit dem russischen Angriff auf die Ukraine unter staatlicher Treuhandschaft. Trotz des Ausfalls kasachischen Rohöls konnte die Raffinerie im Mai dank bestehender Reserven noch zu 82 Prozent ihrer Kapazität arbeiten.
Mit der Entscheidung Moskaus, die Transitlieferungen durch die Druschba-Pipeline einzustellen, brach rund ein Fünftel der Rohölversorgung für PCK weg. Wie lange dieser Engpass anhalten wird, ist weiterhin unklar. Um die Lücke zu schließen, laufen derzeit Bemühungen, mehr Öl über den Hafen von Danzig (Gdańsk) zur Raffinerie umzuleiten.
Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement betonte, dass die Arbeiten zur Sicherung der Produktion trotz der Versorgungsprobleme vorankämen. Eine langfristige Lösung zwischen der deutschen Regierung und Polen steht jedoch noch aus. Die Raffinerie läuft zwar vorerst weiter, doch ihre Zukunft hängt davon ab, die Versorgungsfragen zu klären und alternative Bezugswege zu sichern. Polens Engagement bleibt an Bedingungen geknüpft, und die Verhandlungen dauern an. Die Situation zeigt einmal mehr, wie stark geopolitische Spannungen die regionale Energieversorgung beeinflussen.






