Raucher lösen Notbremsung im Fernzug aus – und fahren ohne Ticket
Paulina JüttnerRaucher lösen Notbremsung im Fernzug aus – und fahren ohne Ticket
Zwei Männer lösten Notbremsung in Fernzug aus, nachdem sie im Toilettenraum rauchten und Feueralarm auslösten
Am Samstagnachmittag kam es zu einem Zwischenfall, bei dem zwei Männer durch das Rauchen in der Zugtoilette einen Feueralarm auslösten und so eine Notbremsung eines Fernzugs verursachten.
Der Vorfall ereignete sich an Bord des EC 9 auf der Strecke von Mannheim nach Karlsruhe. Die beiden algerischen Staatsbürger, 22 und 27 Jahre alt, hatten in der Bordtoilette geraucht. Ihr Verhalten zwang den Zug kurz vor der Ankunft am Bahnhof zu einer Notbremsung.
Die Bundespolizei nahm die Männer vom Zug und brachte sie zur Wache, um sie zu verhören. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass keiner der beiden über ein gültiges Ticket für die Fahrt verfügte. Die Behörden haben sie mittlerweile wegen Gefährdung des Bahnverkehrs und Schwarzfahrens angezeigt.
Solche Vorfälle sind in deutschen Zügen kein Einzelfall, auch wenn keine genauen Zahlen zu notbremsungsbedingten Feueralarmen der letzten zwei Jahre vorliegen. Jeder Fall wird von der Deutschen Bahn und den Eisenbahnbehörden geprüft, wobei die betroffenen Strecken je nach Auslöseort des Alarms variieren.
Den beiden Männern drohen nun rechtliche Konsequenzen. Notbremsungen sind zwar aus Sicherheitsgründen unverzichtbar, können jedoch den Fahrbetrieb stören und Verspätungen verursachen. Die Deutsche Bahn bleibt wachsam und geht gegen solche Vorfälle vor, um die Sicherheit im Schienenverkehr zu gewährleisten.






