15 March 2026, 08:26

SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigt, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

5.5 Prozent: Das schlechteste Ergebnis aller Zeiten für die SPD - SPD in Baden-Württemberg stürzt auf historisches Tief von 5,5 Prozent ab

Die SPD hat bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg ihr schlechtestes Ergebnis in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands erzielt. Die Partei erreichte nur noch 5,5 Prozent der Zweitstimmen – ein dramatischer Rückgang im Vergleich zu 2021 und ein historischer Tiefstand für die Sozialdemokraten bundesweit.

In Baden-Württemberg ist der Stimmenanteil der SPD über zwei Jahrzehnte hinweg eingebrochen. 2001 hatte die Partei noch 33,3 Prozent der Stimmen gehalten, doch bis 2011 war dieser Wert bereits auf 12,7 Prozent gesunken. Das aktuelle Ergebnis von 5,5 Prozent liegt nicht einmal bei der Hälfte des Werts von 2021, als die SPD noch 11 Prozent erreichte.

Das Ergebnis unterbietet zudem den bisherigen Negativrekord der Partei: 6,1 Prozent in Thüringen, der erst wenige Monate zuvor verzeichnet worden war. Zwar ist die SPD auch in anderen Bundesländern wie Sachsen in den vergangenen Jahren unter die Zehn-Prozent-Marke gerutscht, doch der Einbruch in Baden-Württemberg fällt besonders drastisch aus.

Auf Bundesebene zeigt sich ein ähnliches Bild. Bei der vorgezogenen Bundestagswahl im vergangenen Jahr kam die SPD nur noch auf 16,4 Prozent – ein Rückgang von 25,71 Prozent im Vergleich zu 2021. Strukturelle Verschiebungen, etwa die Dominanz der Grünen in den Städten und die Stärke der CDU auf dem Land, haben die Position der SPD weiter geschwächt. Während die Grünen 100.000 Stimmen und die CDU 60.000 Stimmen verloren, profitierte die AfD von der wirtschaftlichen Unzufriedenheit.

Die SPD steht in Baden-Württemberg nun vor einer neuen Realität: Einstellige Ergebnisse sind zur Regel geworden. Innerhalb von nur fünf Jahren hat sich ihre Unterstützung halbiert – die Partei muss sich dringend den wachsenden Herausforderungen in Stadt und Land stellen. Das Ergebnis bestätigt einen bundesweiten Trend des Niedergangs, der sich in mehreren Landes- und Bundestagswahlen abzeichnet.

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