SWEG plant drastische Umstrukturierung – 500 Jobs in Gefahr bis Jahresende
Franziska MentzelSWEG plant drastische Umstrukturierung – 500 Jobs in Gefahr bis Jahresende
Rund 500 Beschäftigte der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) könnten ihren Arbeitsplatz verlieren, da das Unternehmen eine umfassende Umstrukturierung plant. Betroffen sind vor allem die Busbetriebe in Weil am Rhein, Wiesloch und Offenburg, wo Mitarbeiter bis Ende des Jahres von Entlassungen bedroht sind.
Die SWEG beabsichtigt, Mitarbeiter mehrerer Busbetriebe zu entlassen und die Geschäfte auf neu gegründete Tochtergesellschaften zu übertragen. Betroffene Beschäftigte müssten sich möglicherweise auf Stellen in den neuen Unternehmen neu bewerben. Bestehende Linien könnten reduziert oder sogar komplett eingestellt werden.
Die Gewerkschaft Ver.di hat Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Belegschaft geäußert. Sie warnt davor, dass aktive Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsratsvertreter bei künftigen Einstellungen benachteiligt werden könnten. Die Gewerkschaft fordert einen Sozialplan im Rahmen der Tarifverhandlungen sowie eine Übergangsregelung für Löhne, um die Beschäftigten während des Umbruchs abzusichern.
Da bisher keine Tarifverträge bestehen, gelten für die Forderungen von Ver.di derzeit keine Friedenspflichten. Zudem droht Busfahrern der Verlust tarifvertraglicher Rechte, darunter der Zugang zu betrieblichen Altersvorsorgeprogrammen.
Die Umstrukturierung könnte zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten und großer Unsicherheit für die SWEG-Mitarbeiter führen. Ver.di setzt sich weiterhin für Maßnahmen ein, die eine faire Behandlung und finanzielle Stabilität für die betroffenen Beschäftigten gewährleisten sollen. Die Änderungen sollen in Weil am Rhein noch vor Jahresende in Kraft treten.






