30 March 2026, 16:39

Ulm zeigt Zukunft des automatisierten Fahrens mit bahnbrechenden Live-Tests

Eine Gruppe von Autos fährt auf einer Schotterstraße mit einer Menschenmenge, einige tragen Mützen, auf einer grasbewachsenen Fläche mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Ulm zeigt Zukunft des automatisierten Fahrens mit bahnbrechenden Live-Tests

Demo-Veranstaltung in Ulm präsentiert bahnbrechende Technologien für vernetztes und automatisiertes Fahren

Bei einer kürzlichen Demonstrationsveranstaltung an der Universität Ulm wurden Spitzen-Technologien für vernetztes und automatisiertes Fahren vorgestellt. Organisiert von führenden Hochschulen und Unternehmen, zeigte die Veranstaltung, wie Fahrzeuge in komplexen Verkehrssituationen zusammenarbeiten können. Die Live-Tests markierten einen wichtigen Meilenstein im von der EU geförderten Projekt PoDIUM, das hochautomatisierte Mobilität vorantreiben soll.

Am 9. April versammelten sich Forscher und Ingenieure im Ulmer Stadtteil Lehr, um kooperatives Fahren zu demonstrieren. Zwei automatisierte Fahrzeuge umfuhren eine blockierte Spur, wobei eines dem anderen auswich, das hinter einem Hindernis festsaß. Das Manöver basierte auf Echtzeit-Datenaustausch und einem zentralen "Kooperationsplaner", den Bosch entwickelt hatte und der die Aktionen über einen Server koordinierte.

Die Fahrzeuge nutzten zunächst Daten aus eigenen Sensoren sowie der Verkehrsinfrastruktur. Spätere Tests bewiesen, dass sie Manöver allein anhand der Fahrzeugsensordaten planen konnten, die auf dem Server verarbeitet wurden. Die Kommunikation zwischen den Autos erfolgte über 5G-Mobilfunknetze und ein dediziertes WLAN, was einen schnellen und zuverlässigen Datenaustausch gewährleistete.

Das Projekt widmete sich auch Herausforderungen wie Kommunikationsverzögerungen, inkonsistenter Umfelderkennung und Konfliktlösung. Zu den Lösungen gehörten dezentrale Echtzeit-Planungsalgorithmen, die Vorhersage von Fahrtrajektorien sowie die Zusammenführung von Fahrzeugdaten mit Infrastruktur-Inputs über 5G. Diese Innovationen ermöglichen es Fahrzeugen, ein gemeinsames, präzises Modell ihrer Umgebung zu erstellen – für sicherere Interaktionen.

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Veranstalter der Demonstration waren die Universitäten Ulm und Duisburg-Essen sowie die Partner Bosch und Nokia im Rahmen der deutschen "Reallabor"-Initiative innerhalb von PoDIUM. Die Forschungsergebnisse fließen in die Weiterentwicklung von vernetzter, kooperativer und automatisierter Mobilität (CCAM, Connected, Cooperative and Automated Mobility) ein.

Das PoDIUM-Projekt wird im September 2025 mit einer Abschlussveranstaltung in Barcelona enden. Seine Ergebnisse werden die Forschung an intelligenteren und sichereren automatisierten Fahrsystemen vorantreiben. Die in Ulm vorgestellten Technologien könnten zukünftige Mobilitätslösungen in ganz Europa prägen.

Quelle