28 April 2026, 02:30

Urteil im Frankfurter Prozess gegen homophobe Dating-App-Angriffe erwartet

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Rape Ain't Right: Sexual Assault is a Serious Issue" auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schwarzen Rand.

Urteil im Frankfurter Prozess gegen homophobe Dating-App-Angriffe erwartet

Vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) neigt sich ein Prozess gegen sechs Angeklagte dem Ende entgegen, die beschuldigt werden, über Dating-Apps gezielt schwule Männer ins Visier genommen zu haben. Am Dienstag um 9:00 Uhr wird das Urteil verkündet. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Vorwürfe wegen schwerer Körperverletzung, Raubüberfälle und homophober Beleidigungen.

Laut Staatsanwaltschaft erstellten die Beschuldigten gefälschte Profile in Dating-Apps, um Opfer an abgelegene Orte zu locken. Dort seien die Männer dann angegriffen, beraubt und verbal gedemütigt worden. Den drei jungen Erwachsenen und drei Jugendlichen wird schwere räuberische Erpressung vorgeworfen.

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Im Laufe des Prozesses wurde bekannt, dass die Gruppe ihre Angriffe systematisch dokumentiert haben soll. Ermittler fanden jedoch keine Hinweise auf ein organisiertes Netzwerk oder politische Motive hinter den Taten. Wegen des Alters einiger Angeklagter fanden große Teile der Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Urteilsverkündung erfolgt in einer öffentlichen Sitzung und bildet den Abschluss eines Falls, der großes öffentliches Aufsehen erregt hat. Die Entscheidung des Frankfurter Gerichts wird über das Schicksal aller sechs Beschuldigten bestimmen. Bei einer Verurteilung drohen ihnen harte Strafen für die gewalttätigen und diskriminierenden Übergriffe. Die Urteilsbegründung wird am Dienstagmorgen erwartet.

Quelle