Uwe Steimle ermittelt als DDR-Kommissar in umstrittenem Telegram-Krimi
Käte KitzmannUwe Steimle ermittelt als DDR-Kommissar in umstrittenem Telegram-Krimi
Neue Krimi-Serie aus der ehemaligen DDR startet auf ausgewählten Telegram-Kanälen
Volkspolizeiruf Tatort Ost mit Uwe Steimle in der Hauptrolle des exzentrischen Kommissars Bemme, der Verbrechen gegen das Volk der DDR aufklärt, feiert sein Debüt – während der MDR aufgrund von Budgetkürzungen die Produktion eigener Krimireihen pausiert.
Im Mittelpunkt der Serie stehen Straftaten, die angeblich von Westdeutschen oder Migranten begangen wurden. Steimles Figur, Kommissar Bemme, ermittelt mit Unterstützung seiner beiden Assistenten Sahra und Egon. Die erste Folge mit dem Titel Mord unter der Windkraftanlage umfasst ungewöhnliche 11.000 Seiten.
Hinter den Kulissen kam es bei einer Presseveranstaltung zum Eklat, als Steimle öffentlich mit Drehbuchautor Uwe Tellkamp aneinandergeriet. Trotz des Streits wurde die Produktion unter der Leitung des Executive Producers Holger Friedrich fortgesetzt, der für die kommerzielle Verwertung ostdeutscher Ressentiments bekannt ist.
Volkspolizeiruf Tatort Ost will eine vermeintliche Lücke in der ostdeutschen Repräsentation schließen. Die Macher kritisieren, dass die etablierten Medien Geschichten aus der Region vernachlässigten – insbesondere solche, die Verbrechen gegen ihre Bevölkerung thematisieren.
Die Serie erscheint exklusiv auf Telegram und umgeht damit klassische Sender. Mit ihrem umstrittenen Konzept und prominent besetzten Rollen dürfte sie für Aufsehen sorgen. Ob sie darüber hinaus breitere Resonanz findet, bleibt abzuwarten.






