16 April 2026, 08:30

Walpurgisnacht: Von Hexensagen zum fröhlichen Tanz in den Mai

Headsteinstraße in Rothenburg ob der Tauber, Deutschland, geschmückt mit festlichen Weihnachtslichtern, mit Menschen, die spazieren gehen und ein geparktes Fahrrad, flankiert von Gebäuden mit Fenstern unter einem sichtbaren Himmel.

Walpurgisnacht: Von Hexensagen zum fröhlichen Tanz in den Mai

Heute Nacht ist Walpurgisnacht – ein jahrhundertealtes Fest, das heidnische Bräuche mit christlicher Geschichte verbindet. Was einst als Vigil vor dem Gedenktag der heiligen Walburga begann, ist heute ein lebensfroher Empfang des Frühlings, oft auch Tanz in den Mai genannt. Doch hinter den modernen Feiern verbergen sich Sagen, Hexenglauben und religiöse Wurzeln.

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Die Ursprünge der Walpurgisnacht reichen bis ins 9. Jahrhundert zurück, als sich christliche und heidnische Traditionen vermischten. Der Name geht auf die heilige Walburga zurück, eine angelsächsische Äbtissin, die als Missionarin in Deutschland wirkte. Ihr Festtag am 1. Mai gab den Anstoß für die Walburgistage – eine neun Tage währende Feierperiode, wobei die Nacht davor als Wachnacht begangen wurde.

Mit der Zeit entstanden düstere Legenden. Der Volksglaube besagte, dass sich in dieser Nacht Hexen und Zauberer auf dem Brocken, dem höchsten Gipfel des Harzes, zu einem wilden Hexensabbat versammelten. Dort sollten sie in chaotischen Gelagen ihren Bund mit dem Teufel durch orgiastische Feste und dunkle Rituale erneuern. Doch mit der Aufklärung verlor der Aberglaube an diesen teuflischen Treffen weitgehend an Bedeutung.

Heute steht das Fest in einem ganz anderen Licht. Zwar erinnern manche Regionen noch an die Hexensagen, doch im Mittelpunkt stehen nun Maifeuer, Tanz und der Empfang des Wonnemonats. Die Feiern dauern oft bis weit nach Mitternacht und gehen nahtlos in die Maifeiertage über.

Die Walpurgisnacht bleibt eine Nacht der Gegensätze – verwurzelt in mittelalterlichem Aberglauben, doch längst zu einer fröhlichen Frühlingsradition geworden. Von den christlichen Bezügen zur heiligen Walburga bis zu den verblassenden Legenden der Brockenhexen hat sich das Fest stetig gewandelt. Für viele ist es heute schlicht der Auftakt zu warmen Tagen, Musik und geselligen Treffen unter freiem Himmel.

Quelle